Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, hat sich bereit erklärt, ihren Vertrag bis Ende 2021 zu verlängern. Das teilte der Landeshauptmann Wilfried Haslauer als gesetzlicher Vertreter des Salzburger Festspielfonds am Freitag mit. Alle Mitglieder des Kuratoriums der Festspiele hätten diese persönliche Entscheidung der 71-Jährigen begrüßt.

Helga Rabl-Stadler und Wilfried Haslauer

Helga Rabl-Stadler und Wilfried Haslauer

Rabl-Stadler leitet das weltweit renommierte Theater- und Musikfestival seit 1995. Eigentlich wollte sie ihre Funktion mit dem Abschluss des 100-jährigen Jubiläums der Festspiele 2020 beenden. Wegen der aktuellen Corona-Pandemie kann heuer nur ein verkleinertes Sommer-Festival stattfinden, das Jubiläumsprogramm wurde auf 2021 verschoben.

Ich stehe gerne bereit, um das 100-Jahr-Jubiläum auch noch nächstes Jahr zu begleiten“, wurde die Festspielpräsidentin zitiert. Das Vertrauen des Kuratoriums sowie die Zusammenarbeit mit Intendant Markus Hinterhäuser und dem Kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz „machen es mir leicht, meine ursprünglichen Pläne zu ändern“, sagte sie. Die Präsidentin habe die Salzburger Festspiele in den vergangenen 25 Jahren geprägt, „ein Jubiläumsjahr ohne sie ist für mich kaum vorstellbar“, betonte Haslauer.

In Österreich sind seit Ende Mai Kulturveranstaltungen mit bis zu 100 Zuschauern erlaubt, ab 1. August mit bis zu 1.000 Gästen. Die Salzburger Festspiele planen vom 1. bis 30. August 90 Vorstellungen an höchstens sechs Spielstätten. Ursprünglich waren über sechs Wochen 200 Vorstellungen an 16 Orten geplant.

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