Jörg Handstein Robert Schumann in allen seinen Facetten

Der Musik­wis­sen­schaft­ler Jörg Hand­stein stützt sich weit­ge­hend auf Selbst­zeug­nis­se Robert Schu­manns. Das Kli­schee des ver­träum­ten Roman­ti­kers umgeht er und stellt einen Kom­po­nis­ten vor, in dem sich emo­tio­na­le und intel­lek­tu­el­le Tie­fe ver­bin­den. Er zeigt den Suchen­den, der sich für Jean Paul begeis­tert, bis er in der Musik sei­ne Bestim­mung fin­det. Auch die Ehe mit Cla­ra Wieck stellt Hand­stein dif­fe­ren­ziert dar, beleuch­tet die gro­ße Lie­be und den Traum von der künst­le­ri­schen Sym­bio­se eben­so wie die Ent­täu­schung der fort­wäh­rend schwan­ge­ren Cla­ra. Und er zeich­net den Weg nach zu Schu­manns psy­chi­schem Zusam­men­bruch, die Anste­ckung mit Syphi­lis, aber auch die depres­si­ven Zustän­de und die frü­he Furcht, wahn­sin­nig zu wer­den. Glän­zend besetzt sind die Stim­men. Udo Wacht­veitl fin­det als Erzäh­ler genau den rich­ti­gen Ton. Mat­thi­as Brandt gestal­tet stimm­lich eine kom­ple­xe Künst­ler­per­sön­lich­keit, und Bri­git­te Hob­mei­er gibt einer emp­find­sa­men Cla­ra Aus­druck. Über hun­dert Musik­bei­spie­le las­sen zudem den Kom­po­nis­ten Schu­mann in allen sei­nen Facet­ten hör­bar wer­den.


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