Sergei Babayan

Dankbare Liebeserklärung

Sergei Babayan bringt mit ausgewählten Klavier-Solowerken Sergei Rachmaninoff eine Hommage dar.

Sergei Babayan trifft auf Sergei Rachmaninoff – Seine Soloaufnahme widmet der armenische Pianist Sergei Babayan seinem Namensvetter und dem Komponisten, dem er wahrscheinlich seine Karriere zu verdanken hat. Als ihn in Teenagerjahren die Lust am Klavierspiel verließ, er mit dem Üben haderte und sogar schon ans Aufhören dachte, schenkte sein Vater ihm eine Aufnahme mit Rachmaninoffs Zweitem Klavierkonzert – die Taktik ging auf. Babayan vertiefte sich sofort immer hingebungsvoller in die weiten Klangwelten des großen russischen Komponisten und widmete sich wieder seinem Instrument. Heute kann er auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken. 

Sergei Babayan: »Wenn Rachmaninoff davon spricht, dass Musik Liebe ist, die von Herz zu Herz geht, dann kann man das wahrer gar nicht ausdrücken.«

Der mehrfach ausgezeichnete Pianist zählt zu den Besten seines Fachs. „Wenn Rachmaninoff davon spricht, dass Musik Liebe ist, die von Herz zu Herz geht, dann kann man das wahrer gar nicht ausdrücken“, so Babayan im Booklet des Albums. „Es wäre vergeblich, die ganze heilende Kraft seiner Musik verständlich machen zu wollen – sie ist ein Frühlingsgarten der neuen Hoffnung und Wiedergeburt, der Inspiration und des Neuanfangs für die vom Weg Abgekommenen und alle, die ihren Glauben verloren haben.“ In ausgewählten Préludes, Études-Tableaux und Moments musicaux schafft Babayan eine Hommage an sein Idol. Die feinsinnig und virtuos gespielten Werke sind Portrait und dankbare Liebeserklärung zugleich.

Sergei Rachmaninoff: „Préludes, Études-Tableaux, Moments musicaux”, Sergei Babayan (Deutsche Grammophon)

Vorheriger ArtikelGezeichnete Sinfonie
Nächster ArtikelBeethoven im Quadrat
Sina Kleinedler
Direkt nach ihrem Abi wirbelte Sina Kleinedler bereits als Praktikantin durch die crescendo-Redaktion. Ein Musikjournalismus- und Cellostudium in Dortmund und Hannover schlossen an. Heute gibt sie unter anderem regelmäßig Konzerteinführungen in der Philharmonie Köln. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ (Augustinus Aurelius), lautet ihre Devise.