Das Sinfonieorchester Basel zieht in der nächsten Saison wieder in sein Stammhaus ein. Zur Rückkehr ins renovierte Stadtcasino hat das Ensemble Kompositionsaufträge an Basler Künstler vergeben. Werke von Helena Winkelman, Andrea Lorenzo Scartazzini, Domenico Melchiorre und David Philip Hefti werden uraufgeführt, teilte das Orchester am Dienstag mit.

Sinfonieorchester Basel

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Winkelman steht als „Composer in Residence“ besonders im Fokus. Aus ihrer Feder stammen unter anderem das Violinkonzert „Gemini“ für Patricia Kopatchinskaja und Pekka Kuusisto. Für die Wiedereröffnung des Stadtcasinos soll sie eine Einkreisung für acht Alphörner sowie das Stück „Goblins“ für Schlagzeugensemble komponieren.

Bei der Auswahl des weiteren Konzertprogramms spiele der Bezug zur Musik- und Kulturstadt Basel eine Schlüsselrolle, hieß es weiter. Den Anfang macht Rolf Liebermanns „Geigy Festival Concerto“ mit fasnächtlichen Themen für Basler Trommel und Orchester, gefolgt von Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ als Sinfonische Dichtung von Richard Strauss. Paul Hindemiths „Harmonie der Welt“ ist ein Auftragswerk von Paul Sacher. Sergei Rachmaninow hat Arnold Böcklins Gemälde „Die Toteninsel“ vertont, das im Kunstmuseum Basel zu sehen ist.

Auftritte von Solisten im Doppelpack sind eine weitere Besonderheit der kommenden Spielzeit. Neben Kopatchinskaja und Kuusisto treffen etwa Emmanuel Tjeknavorian und Kian Soltani aufeinander. Die holländischen Shootingstars Lucas und Arthur Jussen gastieren mit Martinůs Konzert für zwei Klaviere.

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Ein Highlight soll auch die Aufführung von Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ werden, unter der Leitung von Duncan Ward mit 200 Schülern aus Muttenz und Liestal sowie Studenten der Musikhochschule Basel.

Das Stadtcasino Basel wird sein 2016 umgebaut und erweitert. Während dieser Zeit ist das Sinfonieorchester mit seinem Chefdirigenten Ivor Bolton an verschiedenen anderen Spielstätten aufgetreten.

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