Sol Gabetta & Patricia Kopatchinskaja legen mit Werken von Johann Sebastian Bach bis Jörg Widmann ihr erstes gemeinsames Album vor. 

Sol Gabetta und Patricia Kopatchinskaja spielen in der „Königsklasse“ der Streichinstrumentalistinnen. Die barfüßige wilde Geigerin und die energetische blonde Cellistin verbindet seit 20 Jahren eine enge musikalische und menschliche Freundschaft. Jetzt erscheint ihr erstes gemeinsames Album „Sol & Pat“. Nach musikwissenschaftlichen, erklärenden Texten sucht man im Booklet zur CD vergebens – trotz des bunt gemischten Programmes von Bach und Leclair über Ravel, Ligeti, Xenakis, Kodály zu den zeitgenössischen Komponisten Jörg Widmann, Francisco Coll und Marcin Markowicz. Stattdessen erinnern Sol Gabetta und Patricia Kopatchinskaja, die einander liebevoll „Pateli“ und „Solka“ nennen, sich an ihre gemeinsame Vergangenheit mit diesen Werken. 

Hochvirtuose, energiegeladene Dialoge

Sie sprechen über das Erarbeiten ihrer Interpretationen und den Aufnahmeprozess, der sich durch die turbulenten Solokarrieren der beiden über fünf Jahre hinzog. Sie erinnern sich an Julien-François Zbinden, den in diesem Jahr mit 103 Jahren verstorbenen Komponisten, mit dem sie sich noch per E‑Mail austauschten und verraten ihre falschen Töne in Francisco Colls Werk Rizoma. Kopatchinskaja vergleicht das Zusammenspiel mit dem zweier Akrobatinnen, es sei ein „Vertrauen auf Leben und Tod“. Die beiden spielen so intuitiv, leidenschaftlich und authentisch, dass man sofort mitgerissen wird. Bereits vom ersten Stück an wird deutlich, worauf man sich bei diesem Album einstellen kann: hochvirtuose, energiegeladene Dialoge zwei der besten Musikerinnen unserer Zeit.

„Sol & Pat”, Sol Gabetta, Patricia Kopatchinskaja (Alpha)

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