Mein Engel, mein Alles, mein Ich“, so beginnt der wohl berührendste, wie auch rätselhafteste Liebesbrief der Musikgeschichte. Wer war die unsterbliche Geliebte? Und wieso wurde Beethovens Brief in seinem eigenen Nachlass gefunden? Fragen, die wohl nie beantwortet werden können. Wie schön!

Das lässt Raum für Fantasie, Einfühlungsvermögen, Verständnis, Empathie und viel Spekulation. Mott nutzt den Raum so leichthändig, dass es ein Freude ist, ihren Versionen in 13 Kapiteln zu folgen. Aus weiblicher Perspektive erzählt sie, welche Frauen in Beethovens Leben eine Rolle spielten. So wird nicht nur Beethoven dem Leser zum Greifen nah, auch die Frauen bekommen Konturen. Mott ist ein Tableau vivant gelungen, so lebendig und farbenfroh, dass der Leser das Gefühl bekommt, er wäre dabei gewesen. Dies Buch zählt jetzt schon zu den schönsten Veröffentlichungen des Beethovenjahres.

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