Die Staatsoper Hannover hat den diesjährigen „Oper! Award“ erhalten. Die neue Intendantin Laura Berman habe es innerhalb eines Jahres geschafft, die Staatsoper Hannover als interessantestes Haus auf der musikalischen Landkarte zu positionieren, teilte die Zeitschrift „Oper! Das Magazin“ am Montag Abend mit. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Preis online statt im Berliner Renaissance-Theater verliehen. Insgesamt gab es 20 Kategorien.

Laura Berman

Laura Berman

Als „Beste Aufführung“ wurde „Les Indes galantes“ von Jean-Philippe Rameau an der Opéra national de Paris ausgezeichnet, als „Beste Uraufführung“ Pascal Dusapins „Macbeth Underworld“ am Brüsseler Théâtre de la Monnaie. Der Preis für den „Besten Regisseur“ ging an Tobias Kratzer. Als „Beste Kostümbildnerin“ wurde Ersan Mondtag geehrt, als „Bester Bühnenbildner“ Josa Marx. Zum „Besten Festival“ kürte die Jury aus Musikjournalisten die Salzburger Festspiele.

Weitere Preise gingen an die Wiener Philharmoniker, den Chor der Oper Köln, die Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, den Tenor Benjamin Bernheim, die Dirigentin Oksana Lyniv und andere. Für sein Lebenswerk wurde der Regisseur Hans Neuenfels geehrt. Als „Größtes Ärgernis“ bezeichneten die Juroren die „Fantasielosigkeit und passive Opferhaltung der Opernhäuser in der Pandemie“.

Die „Oper! Awards“ wurden nach 2019 zum zweiten Mal vergeben. „Natürlich hat die Corona-Pandemie die vergangene Spielzeit über weite Strecken massiv beeinträchtigt oder sogar unmöglich gemacht“, sagte Initiator und Jury-Vorsitzender Ulrich Ruhnke. „Gleichwohl sind in der kurzen verbliebenen Zeit großartige künstlerische Leistungen erbracht worden, die ausgezeichnet und ins helle Licht gerückt werden müssen – gerade angesichts der übermächtigen Eindrücke und Erfahrungen, die uns die Pandemie aufzwingt und dabei anderes in Vergessenheit geraten lässt.

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