Von „des Bas­ses Grund­ge­walt“ ist bereits in Goe­thes Faust die Rede und davon, dass die­se das Gewöl­be wider­schal­len las­se. Ein Phä­no­men, das auch dem neu­en Ver­di-Rezi­tal des rus­si­schen Bass Ildar Abdra­za­kov inne­wohnt. Die­ser gehört zu jenen Sän­gern, die ihre Kar­rie­re, stets ein wenig unter dem mas­sen­me­dia­len Radar flie­gend, ver­folg­ten und doch ohne Hype den Weg an die Welt­spit­ze ihres Stimm­fachs gefun­den haben. War­um, das beweist der Sän­ger in jedem Takt die­ser gut 70 Minu­ten: eine Bass­stim­me zum Schwär­men, herr­lich dun­kel und voll, aber immer sau­ber auf Linie gesun­gen und nie wabernd, indi­vi­du­ell und attrak­tiv im Tim­bre und jeden der neun hier prä­sen­tier­ten Cha­rak­te­re sug­ges­tiv gestal­tend; auch wenn für die Hass­pre­di­ger wie Sil­va oder Fies­co viel­leicht noch das aller­letz­te Quänt­chen kalt­her­zi­ger Här­te feh­len mag. Befeu­ert und getra­gen wird er vom Orches­t­re Métro­po­li­tain de Mon­tréal unter kei­nem Gerin­ge­ren als Yan­nick Nézet-Ségu­in.  

Ildar Abdra­za­kov: „Ver­di“, Orches­t­re Métro­po­li­tain de Mon­tréal, Yan­nick Nézet-Ségu­in (DG)

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