Tabea Zim­mer­mann gibt mit Kom­po­si­tio­nen von Johann Sebas­ti­an Bach, Paul Hin­de­mith und Györ­gy Kur­tág am 10. Mai 2020 ein exklu­si­ves Solo­kon­zert.

Am 11. Mai 2020 soll­te Tabea Zim­mer­mann (Foto oben: © Rui Cami­lo / Ernst von Sie­mens Musik­stif­tung) in fei­er­li­chem Rah­men der Ernst von Sie­mens Musik­preis über­reicht wer­den. Die Coro­na-Pan­de­mie macht eine Ver­schie­bung des Ereig­nis­ses not­wen­dig. Tabea Zim­mer­mann gibt am Vor­abend des ursprüng­li­chen Ter­mins ein exklu­si­ves Solo­kon­zert, das live im Deutsch­land­funk Kul­tur über­tra­gen wird.

Paul Hin­de­mith und der Dich­ter Gott­fried Benn beim Eisen­bahn-Spie­len

Tabea Zim­mer­mann spielt in der Jesus-Chris­tus-Kir­che Ber­lin. Auf ihrem Pro­gramm steht. Paul Hin­de­miths Sona­te für Brat­sche solo op. 25 Nr. 1. Hin­de­mith war selbst ein begna­de­ter Brat­scher, und sei­ne Brat­schen-Kom­po­si­tio­nen gehö­ren zum wich­tigs­ten Reper­toire des Instru­ments.

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Komponiert im Speisewagen

Über sei­ne Ers­te Brat­schen-Sona­te schrieb er in sei­nem Werk­ver­zeich­nis, die Sät­ze eins und fünf habe er im Spei­se­wa­gen zwi­schen Frank­furt und Köln geschrie­ben, um dann gleich aufs Podi­um zu stei­gen und die Sona­te zu spie­len. Berühmt wur­de auch die Spiel­an­wei­sung zum Vier­ten Satz: „Rasen­des Zeit­maß. Wild. Ton­schön­heit ist Neben­sa­che“.

Aus­ge­zeich­net von der Roy­al Swe­dish Aca­de­my of Music mit dem Rolf-Schock-Preis 2020: Györ­gy Kur­tág

Als wei­te­res Werk bringt Zim­mer­mann Sechs Sät­ze für Vio­la solo aus Signs, Games, Messages von Györ­gy Kur­tág zur Auf­füh­rung. Mit die­ser Samm­lung klang­li­cher Tage­buch­ein­tra­gun­gen erweist Kur­tág Musi­kern, Schrift­stel­lern und ande­ren Per­sön­lich­kei­ten des kul­tu­rel­len Lebens sei­ne Reve­renz.

Umrahmt wer­den die­se Kom­po­si­tio­nen von den Brat­schen-Sui­ten C‑Dur BWV 1009 und Es-Dur BWV 1010 von Johann Sebas­ti­an Bach. Mit ihnen kann Zim­mer­mann all ihr tech­ni­sches Kön­nen und ihre Vir­tuo­si­tät bewei­sen.

Das Kon­zert von Tabea Zim­mer­mann am Sonn­tag, den 10 Mai, um 20:03 Uhr auf Deutsch­land­funk Kul­tur: www.deutschlandfunkkultur.de

Zur Web­site der Ernst von Sie­mens Musik­stif­tung: www.evs-musikstiftung.ch

Wie ein Akro­bat unter der Zir­kus­kup­pel“: Tabea Zim­mer­mann im CRE­SCEN­DO-Inter­view auf crescendo.de

Ein Vor­stel­lung von Samir Amarouch, Cathe­ri­ne Lamb und Fran­ce­s­ca Ver­unel­li, die mit den Kom­po­nis­ten-För­der­prei­se der Ernst von Sie­mens Musik­stif­tung 2020 aus­ge­zeich­net wur­den, auf crescendo.de

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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