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Der Georg-Philipp-Telemann-Preis 2022 wird an Steven D. Zohn verliehen. Damit würdige die Stadt Magdeburg die besonderen Verdienste des amerikanischen Wissenschaftlers für die Etablierung und Profilierung einer modernen Telemann-Forschung in den USA, teilte das Zentrum für Telemann-Pflege und ‑Forschung am Donnerstag mit. Die Auszeichnung soll Oberbürgermeister Lutz Trümper im Rahmen eines Festakts am 27. März 2022 überreichen.

Steven D. Zohn

Steven D. Zohn

Mit zahlreichen Veröffentlichungen zu Leben und Werk des Komponisten Telemann (1681–1767) spreche Zohn über den Kreis der Musikwissenschaft hinaus Interpreten und Musikinteressierte nicht nur im englischsprachigen Raum an, hieß es in der Begründung des Kuratoriums. „Auf diese Weise eröffnet er der Auseinandersetzung mit Telemanns Werk und dessen Wirkung nachhaltig neue Bereiche.“

Die Stadt Magdeburg vergibt den Georg-Philipp-Telemann-Preis seit 1987 jährlich für hervorragende Leistungen bei der Interpretation, Pflege und Erforschung von Leben und Werk Telemanns. Die Auszeichnung besteht aus einer Bronzeplakette, einer Urkunde und einer Dotation von 2.500 Euro. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der Trompeter Ludwig Güttler, der Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Verlage Bärenreiter und Carus, Thomaskantor Gotthold Schwarz und zuletzt die Violinistin Elizabeth Wallfisch.

Nach der Absage der 25. Magdeburger Telemann-Festtage 2020 fällt die Jubiläumsausgabe nun in das 60. Gründungsjahr. Unter dem Motto „Klangfarben“ werden 31 Konzerte und szenische Darbietungen sowie ein Rahmenprogramm vorbereitet. Unter anderem sollen fünf unbekannte Kompositionen Telemanns zur Erstaufführung kommen. Als eigene szenische Produktion planen die Festtage die heiteren Intermezzi „Pimpinone“, das erste Bühnenwerk Telemanns, das in Magdeburg 1929 im Zuge seiner Wiederentdeckung auf die Bühne kam. Vom 18. bis 27. März 2022 erwarten die Veranstalter rund 300 Künstler aus mehr als 25 Ländern.

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