News | 20.01.2021

Tonhalle Maag wird zum Licht­mu­seum

von Redaktion Nachrichten

20. Januar 2021

Die Tonhalle Maag, Inte­rims­spiel­stätte des Tonhalle-Orches­ters , wird in eine „Licht­halle Maag“ umge­wan­delt. Nach dem Auszug der Musiker werde der Konzert­saal in ein Licht­mu­seum umge­baut, teilte die Maag Music & Arts AG am Mitt­woch mit. Ab September 2021 sollen dort immer­sive Ausstel­lungen gezeigt werden.

Konzept Lichthalle Maag

Konzept Licht­halle Maag

Für den Weiter­be­trieb als Musik­halle habe sich keine Träger­schaft finden lassen, hieß es. Auch für die Tonhalle-Gesell­schaft sei es keine Option gewesen, neben ihrem Stamm­haus einen zweiten großen Konzert­saal in der Stadt Zürich zu betreiben. Daher habe man mehr als 20 Vari­anten für ein neues Betriebs­kon­zept geprüft und sich schließ­lich für ein Kunst­mu­seum entschieden.

Die relativ neue Form der immer­siven Kunst, die Werke von Künst­lern illu­mi­niert, animiert, vertont und auf Wände, Decken und Böden proji­ziert, entspreche einem großen Publi­kums­be­dürfnis. Dieses sei für einen Betrieb ohne Subven­tionen notwendig. Als Vorbild für die Licht­halle nannten die Betreiber das Atelier des Lumi­nières in Paris.

Für die Zeit der Sanie­rung der eigent­li­chen Tonhalle im Kongress­haus Zürich war auf dem Gelände der ehema­ligen Maag-Fabriken in Zürich-West ein neuer Konzert­saal errichtet worden. Die soge­nannte Holzbox aus Fich­ten­holz wurde im Herbst 2017 eröffnet und verfügt über 1.220 Sitz­plätze. Renom­mierte Musiker wie lobten ihre Akustik.

Zur Nutzung als Licht­halle werden aus der Holzbox die seit­li­chen Balkone und der Chor­balkon entfernt. Die Tonqua­lität soll jedoch „zu einem guten Stück erhalten bleiben“, so dass in Zukunft darin noch Events statt­finden können.

Das und andere Musiker kehren im September in den Gebäu­de­kom­plex aus Kongress­haus und Tonhalle zurück. Die Sanie­rung hatte sich zuletzt wegen Corona-bedingter Schutz­maß­nahmen verzö­gert. Daher wurde die ursprüng­lich für März 2021 geplante Wieder­eröff­nung auf September 2021 verschoben.

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Fotos: Projektil