Das Trio Atanassov widmet sich Kompositionen von Claude Debussy, Philippe Hersant und Maurice Ravel.

Ein dramaturgisch schlüssiges Programm der großen Kontraste präsentiert das Trio Atanassov des Geigers Perceval Gilles, der Cellistin Sarah Sultan und des Pianisten Pierre-Kaloyanin Atanassov in technisch souveräner und musikalisch geschmackvoller Darbietung. Das frühe Klaviertrio des 17-jährigen Claude Debussy steht mit Charme und Können in der französischen Tradition, lässt den reifen Meister schon ahnen und bezirzt mit einem humoresken Scherzo.

Trio Atanassov

Schöpfen aus dem Vollen: der Geiger Perceval Gilles, die Cellistin Sarah Sultan und der Pianist Pierre-Kaloyanin Atanassov
(Foto: Andrej Grilc)

Philippe Hersants repetitiv entwickelnde Trio-Variationen über ein berühmtes Thema des Barock-Gambisten Marin Marais sind fesselnde Zustandsbeschreibungen mit wechselnden Aggregatszuständen – ein im besten Sinne modernes Werk. Im großen Klassiker von Ravel dann zeigen die Atanassovs ihre ganze Klasse und schöpfen aus dem Vollen, was manchmal ein bisschen sehr voll ist. Die Balance zwischen Streichern und Klavier bleibt die Haupthürde dieses Genres.

„Chic à la Française” Debussy, Hersant, Ravel, Trio Atanassov (Pentatone)

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