Umfrage: Freischaffende Musiker in dramatischer Lage

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Viele freischaffende Musiker sind durch die Corona-Krise in einer dramatischen Situation. Bei einer Umfrage in Berlin gaben 29 Prozent an, keine berufliche Perspektive mehr zu haben. Sie planten einen Berufswechsel oder hätten bereits einen anderen Beruf ergriffen, teilte der Landesmusikrat Berlin am Montag mit. An der Umfrage beteiligten sich 485 Berliner Musikschaffende.

Cello

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Mehr als 46 Prozent gaben an, finanzielle Unterstützung zu benötigen. Damit hofften sie, ihre berufliche Existenz in diesem Jahr wieder aufzubauen. Nur 22 Prozent sehen positiv in die Zukunft und benötigen keine Unterstützung.

Von den teilnehmenden Musikern leben den Angaben zufolge 36,5 Prozent ausschließlich von ihrer künstlerischen Tätigkeit. 66,6 Prozent geben auch Musikunterricht. 9,9 Prozent haben Nebeneinkünfte aus anderen Tätigkeiten.

Von den „Novemberhilfen“ der Bundesregierung könne nur wenige Musiker profitieren. Die meisten hätten die Unterstützung gar nicht erst beantragt. Als Gründe nannten die Teilnehmer vor allem unklare Regeln (37,5 Prozent), Angst vor einer drohenden Rückforderung (27 Prozent) und zu hohe Nebeneinkünfte (27 Prozent). Lediglich 20 Prozent hatten bei der Antragstellung keine Probleme.

Schnelle und unbürokratische Hilfe ist gerade in dieser Phase der Pandemie dringender denn je“, erklärte die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper.

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