Ursula Sax schuf in 1990er-Jahren aus Tanzskulpturen ihr Geometrisches Ballett. Das Europäische Zentrum der Künste Hellerau setzt es von 16. bis 18. Juli 2021 in der Inszenierung von Katja Erfurth erneut aufs Programm. 

Als Hommage an Oskar Schlemmer versteht Ursula Sax ihr Geometrisches Ballett. Der Maler, Bildhauer und Bühnenkünstler arbeitete ab 1914 an seinem 1922 in Stuttgart uraufgeführten Triadischen Ballett, das eine neuartige Kombination aus Tanz, Maske, Kostüm und Pantomime zeigte. In seiner Arbeit am Bauhaus, zu dessen Zielen die Herausbildung eines neuen Menschen gehörte, konzentrierte er sich auf den Entwurf eines ganzheitlichen Bildes des Menschen und unterstützte Projekte wie das Mechanische Ballett von Kurt Schmidt.

Ursula Sax: Getanzte Geometrie
Das Geometrische Ballett in der Choreografie von Katja Erfurth
(Foto: © Peter R. Fiebig)

Die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik ist auch ein Charakteristikum des Konzepts von Ursula Sax. Die im Rahmen des Appia Festivals 2019 gezeigte Neuinszenierung ihres Geometrischen Balletts gibt es nun erneut zu sehen. Die Choreografin Katja Erfurth interpretierte den Zyklus mit dem Musiker Sascha Mock und dem Lichtdesigner Ted Meier.

Weiter Informationen zu den Aufführungen des Geometrischen Balletts von Ursula Sax unter: www.hellerau.org

Fotos: Peter R. Fiebig

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Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Dr. Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Dr. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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