Musik aus Cho­pins Zeit“, so heißt eine Rei­he an Ver­öf­fent­li­chun­gen des Fry­de­ryk Cho­pin Insti­tu­te, die sich vor­ge­nom­men hat „ver­lo­re­ne Schön­heit“ wie­der­zu­ent­de­cken. Jetzt erscheint in die­ser Rei­he eine beson­ders hörens­wer­te Auf­nah­me: Pia­nist und Diri­gent Howard Shel­ley wid­met sich Wer­ken von Jósef Wła­dysław Kro­gul­ski (1815–1842) und Fran­cis­zek Les­sel (ca.1780 – 1838). Bei­de Cho­pin-Zeit­ge­nos­sen wur­den als gro­ße Bega­bun­gen gefei­ert, gerie­ten aber in Ver­ges­sen­heit. Kro­gul­ski, als „pol­ni­scher Mozart“ bekannt, stu­dier­te bei Józef Els­ner, der auch Cho­pin aus­bil­de­te. Als er sein ers­tes Kla­vier­kon­zert selbst auf­ge­führ­te, war er gera­de ein­mal 15 Jah­re alt. Die Par­al­le­len zu Cho­pins Stil sind nicht zu über­hö­ren. Auch Les­sel wur­de von Els­ner als „Kom­po­nist von Genia­li­tät“ geschätzt. Sein „Ada­gio et ron­deau à la polo­nai­se“ wird sogar als Vor­bild für Cho­pins „Andan­te spia­na­to et gran­de polo­nai­se bril­lan­te“ gehan­delt. Char­mant und mit per­len­dem Kla­vier­klang prä­sen­tiert Shel­ley die­se gro­ßen Wer­ke und über­zeugt den Hörer durch sein prä­zi­ses, fein­füh­li­ges Spiel von der noch zu wenig bekann­ten Musik. 

Jósef Wła­dysław Kro­gul­ski und Fran­cis­zek Les­sel, Howard Shel­ley, Sin­fo­nia Var­so­via, Howard Shel­ley (Nar­od­do­wy Insti­tu­te Fry­de­ry­ka Cho­pi­na)

www.sklep.nifc.pl

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