Mit Beethovens letzten Klaviersonaten op. 109 bis 111 feierte Paul Badura-Skoda im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins seinen 90. Geburtstag. Ins Unendliche, ins Jenseits würden diese Sonaten weisen, meinte Badura-Skoda damals.

Am 25. September 2019 verstarb Paul Badura-Skoda in Wien.

Mehrfach in seinem Leben hatte er sich mit Beethovens Sonaten befasst und sie sowohl auf modernen Flügeln wie auf historischen Tasteninstrumenten eingespielt. Bereits in den 1970er-Jahren wandte er sich einer historisch informierten Aufführungspraxis zu, die ihm den Weg zu jenem gesanglich-durchsichtigen Klavierstil wies, der sein Spiel auszeichnete. Im September 2019 verstarb Badura-Skoda. So muss diese Aufnahmen als sein Vermächtnis angesehen werden.

Ludwig van Beethoven: „Die letzten Klaviersonaten“, Paul Badura-Skoda (Gramola)

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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