Andreas Vollenweider versenkt sich auf seiner Harfe mit der Cellistin Isabel Gehweiler und dem Perkussionisten Walter Keiser in einen Strom meditativer Inspirationen. 

Diese CD strömt nur so von heiterer Gelassenheit, in ihrer Tiefe vergleichbar mit der des späten Henry Millers. Sinnig, meditativ und wahrlich beseelt musiziert Andreas Vollenweider mit der bemerkenswert brillanten Cellistin Isabel Gehweiler und seinem langen Weggefährten, dem Schlagzeuger und Perkussionisten Walter Keiser. Sprengt Vollenweiders Harfenspiel seit Dekaden jeglichen Superlativ, hier ist er auch am Klavier zu hören, dem Instrument, das ihm als Kind die Tore zur Musik öffnete. 

Harfenist Andreas Vollenweider
Kehrt zurück mit einer blühenden Essenz seines Wirkens: Andreas Vollenweider

Nach einer großen Schaffenspause, die der Grammy-Preisträger nach zahlreichen Alben und unzähligen weltweiten Tourneen zur inneren Einkehr nutzte, kehrt er zurück mit einer blühenden Essenz seines Wirkens. Dem Tagblatt Zürich eröffnete er: „Das einzig Wirkliche ist das Jetzt, und die Musik repräsentiert dieses Jetzt am besten, denn wenn wir Musik machen oder hören, sind wir ganz im Jetzt. Ein gespielter Ton ist nicht mehr hörbar und ein noch nicht gespielter Ton noch nicht. Die Vergangenheit ist Erinnerung und die Zukunft ist Projektion.” „Quiet Places” kommt zum richtigen Zeitpunkt – jetzt! – in eine Zeit der Neubesinnung.

„Quiet Places“, Andreas Vollenweider, Isabel Gehweiler und Walter Keiser (MIG)

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Was hat John Wayne mit den Muppets und Groucho Marx gemeinsam? Für crescendo begibt sich Stefan Sell immer wieder auf die Suche nach verblüffenden Zusammenhängen. Überraschende Verbindungen bringt Sell auch als Konzertgitarrist auf die Bühne. In Programmen wie Don Quijote trifft Hamlet vereint er virtuoses Saitenspiel mit humorvollen Anekdoten und entstaubt die Weltliteratur. Seine langjährige Arbeit als Herausgeber und Autor beim Schott-Verlag wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ ausgezeichnet.