Rainer Peters widmet dem Pianisten Walter Gieseking, dessen Todestag sich 2021 zum 65. Mal jährt eine Biografie. 

Rechtzeitig zum 65. Todestag des Künstlers hat der Autor Rainer Peters eine 120-seitige Biografie über den Pianisten Walter Gieseking (1895–1956) veröffentlicht. In 13 Kapiteln schildert Peters dessen phänomenale Fähigkeit, sich Werke nur durch Lesen des Notentexts anzueignen. Er lässt Klavier Jazzkollegen zu Wort kommen, die die technische Mühelosigkeit seines Spiels rühmen und beschreibt Giesekings Interpretationen der Klavierwerke von Debussy und Ravel, mit denen er neue Maßstäbe setzte. 

Giesekings Rolle im Dritten Reich

Neben seinen großen Erfolgen in den USA wird auch Giesekings unklare Rolle im Dritten Reich beleuchtet, die schließlich zu einem vorübergehenden Auftrittsverbot in Amerika führte; des Weiteren kommt sein Einsatz für zeitgenössische Komponisten wie Wolfgang Fortner oder Alfredo Casella zur Sprache. Abgerundet wird der Band durch eine Gieseking-Kurzbiografie sowie zahlreichen Abbildungen.

Rainer Peters: „Walter Gieseking. Die Paradoxie des Vollkommenen“ (Wolke Verlag)

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