Musik­lieb­ha­ber ken­nen die lei­den­schaft­li­che ers­te Ver­si­on der drei Petrar­ca-Sonet­te Franz Liszts aus den Jah­ren 1842 bis 1846. Dass er knapp 25 Jah­re spä­ter die­se Gedich­te des berühm­ten ita­lie­ni­schen Poe­ten des 14. Jahr­hun­derts, teils erheb­lich abwei­chend, teils auf die frü­he­re Ver­si­on zurück­grei­fend, noch ein­mal ver­ton­te, ist weni­ger bekannt, auch dass dazwi­schen durch­aus eigen­stän­di­ge Kla­vier-Fas­sun­gen inner­halb der Années de pèle­ri­na­ge – Ita­lie ent­stan­den sind. Andrè Schu­en und Dani­el Hei­de haben die­se drei Werk­grup­pen nun erst­mals auf einer CD chro­no­lo­gisch ver­eint. Der Erkennt­nis­ge­winn ist eben­so groß wie das sinn­li­che Erle­ben – dank der dif­fi­zi­len, auch an dyna­mi­sche Gren­zen gehen­den Gesangs­kunst des jun­gen Bari­tons mit sei­ner wand­lungs­rei­chen Stim­me, die die Fähig­keit besitzt, den Text immer wie­der neu zu durch­drin­gen; aber auch weil der Pia­nist den immer wie­der neu­en Wen­dun­gen prä­zi­se fol­gen kann.  

Franz Liszt: „Tre Sonet­ti del Petrar­ca 47, 104, 123“, Andrè Schu­en, Dani­el Hei­de (Cavi)

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