Mit Eleganz und Verve interpretieren der Bratschist Antoine Tamestit und der Cembalist Masato Suzuki die Meisterwerke Johann Sebastian Bachs.Warme Klangfarben

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Nicht mit der in der Originalausgabe dafür vorgesehenen Viola da Gamba, sondern mit seiner – teils mit Darmsaiten bezogenen – Viola interpretiert Bratscher Antoine Tamestit Johann Sebastian Bachs Gambensonaten (BWV 1027–1029) und die Arienbearbeitung Ergieße dich reichlich. Sein Instrument, die „Mahler“-Stradivari (1672), ist selbst ganze 13 Jahre älter als Bach. Ob das hörbar ist? In jedem Fall ist es ein spannender Gedanke. Mit großer Eleganz und Verve lassen Tamestit und Alte-Musik-Experte Masato Suzuki am Cembalo die Meisterwerke erklingen. Die warmen Klangfarben, die sie finden, scheinen ideal für diese Musik. Jede Linie ist durchdacht und fein gezeichnet. Bach war womöglich selbst Bratscher. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel schreibt 1774 in einem Brief über seinen Vater: „Als der größte Kenner und Beurtheiler der Harmonie spielte er am liebsten die Bratsche mit angepaßter Stärcke und Schwäche.“ Bach als passionierter Bratscher? Diese Idee gefiel Antoine Tamestit und verleitete ihn – glücklicherweise – zu dieser brillanten Aufnahme. 

Johann Sebastian Bach: „Sonatas“, Antoine Tamestit, Masato Suzuki (Harmonia Mundi)

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