Zum 50. Jubiläum der Uraufführung von Paul Dessaus Oper Lanzelot setzt Peter Konwitschny (Foto oben: © Andreas Birkigt) das gewaltige Werk wieder in Szene. Die Aufführung kommt einer Wiederentdeckung gleich. Seit 1972 wurde die Oper nicht mehr gespielt. Nach Brechts Tod 1956 fühlte sich Dessau von der Zusammenarbeit mit seiner Frau Ruth Berghaus zu neuen Möglichkeiten des Theaters angeregt. In Lanzelot bringt er zahlreiche Musizierformen vergangener Jahrhunderte sowie das gesamte Spektrum der Neuen Musik zur Anwendung. Das Libretto über den Ritter, der den Drachen besiegt und die Gesellschaft befreit, obwohl sie es gar nicht will, verfassten Heiner Müller und Ginka Tscholakowa nach Motiven von Hans Christian Andersen und der Märchenkomödie Der Drache von Jewgeni Schwarz. Es dirigiert Dominik Beykirch.

Weitere Aufführungen: 29. November 2019, 13. und 28. Dezember 2019 sowie 19. Januar 2020
Und Informationen: www.nationaltheater-weimar.de

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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