Das Wien-Berlin Brass Quintett betreibt auf seinem Album „In The Music Hall” vollendete Unterhaltung und Clownerie. 

Reine Geschmackssache, ob man diese CD eher zum Schmunzeln oder zum Schwelgen auflegen möchte. Jedenfalls sind es Blechbläserklänge von vollendeter Noblesse, die das Wien-Berlin Brass Quintett hervorbringt. Der Name lässt zu Recht ein messingschimmerndes Pendant des von Holzbläsern dominierten Ensembles Wien-Berlin vermuten: Wie dort sind es auch hier aktuelle oder ehemalige Mitglieder der Philharmoniker von Donau und Spree, die sich zum gemeinsamen Musizieren zusammenfinden. 

Das Wien-Berlin Brass Quintett
(Foto: © Wien-Berlin Brass Quintett)

Diesmal begeben sich Gábor Tarkövi, Guillaume Jehl (Trompeten), Thomas Jöbstl (Horn), Mark Gaal (Posaune) und Alexander von Puttkamer (Tuba) nicht etwa in die Niederungen der Music Hall, sondern erklimmen vielmehr die ironischen Höhen und augenzwinkernden Gipfel der musikalischen Unterhaltung.

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Das Wien-Berlin Brass Quintett spielt den Kleinen Zirkusmarsch von Jan Koetsier

Mag der Klassizismus des 1935 verstorbenen Russen Victor Ewald elegant, ja fast geschniegelt klingen, ahnt man schon beim Titel von Werner Pirchners mal älplerisch, mal jazzig angehauchter „Bewässerung von Mitteleuropa“, dass da kein Auge trocken bleibt, ohne dass gleich banale Schenkelklopfer bemüht werden müssten. Joseph Horowitz hat seinen Alt-Wiener Schmäh auch in der Londoner Music Hall nicht vergessen, Jan Koetsier treibt Clownerien in seinem Kinderzirkus, und Christian Mühlbacher hat eine swingende Funfare Wien-Berlin beigesteuert.

Auftrittstermine und weitere Informationen zum Wien-Berlin Brass Quintett unter: www.wienberlinbrass.com

Wien-Berlin Brass Quintett: „In The Music Hall” (Tudor)

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