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Die Stadt Würzburg hat Reinhard Goebel den „Tanzenden Schäfer“ verliehen. Das Mozartfest zähle den Musiker (67) zu den „prägenden Dirigentenpersönlichkeiten“, der in den vergangenen drei Jahrzehnten zentrale Konzertereignisse des Festivals geschaffen hat, sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) laut einer Mitteilung vom Dienstag.

Reinhard Goebel (re.)

Reinhard Goebel (re.)

Sie haben dem Mozartfest immer wieder wichtige Impulse gegeben und damit für die aktuelle Ausrichtung sowie das Renommee in der internationalen Festivallandschaft mit verantwortlich gezeichnet“, erklärte Schuchardt bei der Ehrung, die am Montag im Würzburger Rathaus stattfand. In diesem Jahr ist Goebel „Artiste Étoile“ des Mozartfests. Wegen der Corona-Pandemie konnte er statt sechs Terminen nur ein Konzert mit Musikern des Münchner Rundfunkorchesters in kleiner Besetzung dirigieren. Einige der geplanten Aufführungen sollen in den kommenden Jahren nachgeholt werden.

Der studierte Geiger und Musikwissenschaftler gründete 1973 das Ensemble Musica Antiqua Köln. Wegen einer Lähmung der linken Hand hat er das Violinspiel Anfang der 1990er-Jahre auf die rechte Hand gewechselt, musste es 2006 jedoch endgültig aufgeben. Seitdem dirigiert er international führende Orchester. 2010 wurde er Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum Salzburg, in Nachfolge von Nikolaus Harnoncourt.

Der „Tanzende Schäfer“ ist eine Auszeichnung der Stadt Würzburg, die seit 1980 an verdiente Bürger beziehungsweise berühmte Gäste der Stadt verliehen wird.

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