Mit den Zei­len Can­ta­te Domi­no („Sin­get dem Herrn“) pro­mul­gier­te Papst Eugen IV. auf dem Flo­ren­ti­ner Kon­zil 1442, dass es See­len­heil nur für jene geben kön­ne, die die­ser Auf­for­de­rung folg­ten. Mag sein, dass vie­le mit dem sei­ner­zeit auto­ri­tä­ren Anspruch der (katho­li­schen) Kir­che heu­te nicht mehr viel anfan­gen kön­nen. Doch die Musik, die die­sen Zei­len unter­legt wur­de, bewegt immer noch, unab­hän­gig davon, ob man gläu­big ist oder nicht. Neben Bachs Kan­ta­te Sin­get dem Herrn ein neu­es Lied BWV 190 und der Motet­te BWV 225 spielt das jun­ge Salz­bur­ger Ensem­ble Bach­Werk­Vo­kal Wer­ke von Die­te­rich Bux­te­hu­de, Georg Fried­rich Hän­del und Georg Phil­ip Tele­mann. Und: Mozarts meis­ter­haf­ten neun­stim­mi­gen Rätselkanon Can­ta­te Domi­no KV 73r, der Mozarts eigen­wil­li­ges Ver­hält­nis zur Reli­gi­on und Kir­che aus­drückt. Ein ‚Schman­kerl‘, wie Diri­gent Gor­don Safa­ri sagt. Doch sei­ne Auf­nah­me ist weit mehr als das. Ein wun­der­ba­res Debüt!  

Johann Sebas­ti­an Bach, Wolf­gang Ama­de­us Mozart, Georg Phil­ip Tele­mann u.a.: „Can­ta­te Domi­ni”, Ensem­ble Bach­Werk­Vo­kal, Gor­don Safa­ri (MDG)

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Teresa Pieschacón Raphael
„Bis zum Lorbeer versteig' ich mich nicht. G'fallen sollen meine Sachen!“ (J. N. Nestroy) findet Teresa Pieschacón Raphael. Sie hält es mit J. Pulitzers Devise: „Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ In Bogotá wuchs sie auf, in Tübingen und Wien studierte die Enkelin des Komponisten Günter Raphael (1903–1960) Musikwissenschaft und Philosophie und verfiel dem Journalismus. Sie lebt heute als freie Musik- und Kulturpublizistin in München. Ihre Reportagen, Interviews und Konzertprogrammhefte erscheinen in unterschiedlichsten Medien: vom ARTE Magazin bis zur Vogue, von Brigitte bis zur Wirtschaftswoche, vom Dortmunder Konzerthaus bis zu den Salzburger Festspielen… und seit über zehn Jahren bei crescendo.

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