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Der 18. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang in Zwickau fällt endgültig aus. Die bereits von 2020 auf dieses Jahr verschobene Ausgabe müsse pandemiebedingt abgesagt werden, teilte die Stadt Zwickau am Donnerstag mit. Da die Teilnehmer und Juroren aus verschiedenen Ländern kommen, gebe es Probleme bei der Aus- und Einreise sowie den Quarantänebestimmungen. Zudem seien Veranstaltungs- und Konzerthäuser geschlossen, darunter die „Neue Welt“ als Hauptaustragungsort.

Schumann-Denkmal

Schumann-Denkmal

Die Entscheidung für die Absage sei nicht leichtgefallen, da der Wettbewerb zu den wichtigsten kulturellen Veranstaltungen der Stadt Zwickau gehöre und internationale Strahlkraft besitze, hieß es. Ersatzweise werde ein digitaler Wettbewerb durchgeführt, bei dem interessierte Teilnehmer Videos ihres geplanten Repertoires einsenden können. Dazu hätten sich 131 junge Nachwuchsmusiker aus 32 Ländern angemeldet. Über zwei Runden werde eine leicht verkleinerte Jury die Beiträge bewerten. Insgesamt sollen zwölf Sonderpreise zu je 2.000 Euro vergeben werden. Zudem bemühe sich die Stadt um Konzertengagements für die Preisträger in Zwickau und anderen Städten des Schumann-Netzwerkes. Die nächste Ausgabe des Wettbewerbs werde planmäßig erst 2024 stattfinden.

Der Zwickauer Wettbewerb wird als einer der drei ältesten internationalen Interpretationswettbewerbe seit 1956 ausgetragen. Er findet alle vier Jahre statt und ist für den ersten Platz in den drei Kategorien Klavier sowie Sängerin und Sänger mit je 10.000 Euro dotiert. Der beste Liedbegleiter wird mit einem Sonderpreis geehrt.

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