(Foto: © Davide Mauro / Wikimedia)

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Der Weg durch mich ist das Ziel!

von crescendo Redaktion

16. Juni 2021

Ein Rahmen bin ich, auf den die Gedanken der Genies wie Regen tröpfeln.

Ich bin der musi­ka­li­sche Pfad, der sich aus span­nungs­voller Stille auftut. Ein Schlüssel öffnet das Tor zu meinen präzis markierten und durch maßge­naue Linien defi­nierten Konturen. Die Schritte werden durch geschweifte Steine gelenkt – da sollten die Füße nicht vom Weg abkommen! Mal folgt man mir über ruhige, entspannte und träu­me­ri­sche Stre­cken, mal über hals­bre­che­ri­sche rasante Steige.

Hand­ge­zeich­nete Krit­zelei

Es gibt Beherzte, die mich allein begehen, man muss mich aber nicht in Einsam­keit betreten. Ob gepaart oder mit einer laut­stark polternden Truppe von Mitwan­de­rern: Der Weg durch mich ist das Ziel! Auf Papier gebannt bin ich flüchtig und tastbar zugleich, unhörbar und doch notwendig für das Hörbare. Nur den Auser­wählten, die die Kunst beherr­schen, weise ich die rich­tigen Wege – für alle anderen bleibe ich geome­tri­sches Nichts oder hand­ge­zeich­nete Krit­zelei.

Vertieft ins Studium der gött­li­chen Sprache

Geboren bin ich aus der Kraft kompo­si­to­ri­scher Krea­ti­vität. Ein Rahmen bin ich, auf den die Gedanken der Genies wie Regen tröp­feln. Ich durch­dringe tönende Gemälde, musi­ka­li­sche Klang­land­schaften und melo­diöse Porträt­zeich­nungen, denen jeder verfallen kann, der sich darauf einlässt. Pfade wie die meinen lassen sich wohl nur in einer seeli­schen Verfas­sung tiefster innerer Ruhe erfinden. So erweckte mich jemand zum Leben, der sich nichts weiter wünschte, als ein einsames Leben zu führen, vertieft ins Studium der gött­li­chen Sprache: ein längst zurück­ge­zo­gener Mönch, ein sanft er Geist hinter den stillen Wänden eines , der Gesell­schaft entflogen mitten in idyl­li­schen Hügel­land­schaften Nord­ita­liens.

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Fotos: Davide Mauro / Wikimedia