Axel Borup-Jørgensen
Thomas Søndergård, Foto: Martin Bubandt

Das Orchesterstück Marin von Axel Borup-Jørgensen taucht mit spektakulären Animationsbildern in tiefe See.

Preis­trä­ger der Kate­go­rie: Musik-DVD-/Blu-ray-Pro­duk­ti­on | Musik

Wei­te, sur­rea­le Wel­ten aus Natur und Tech­nik eröff­nen sich in die­ser für alle Sin­ne bestimm­ten DVD. Marin ist der Titel des orches­tra­len Haupt­werks des däni­schen Kom­po­nis­ten Axel Borup-Jør­gen­sen, das er zwi­schen 1963 und 1970 geschrie­ben hat. Der Musi­ker wuchs in Schwe­den auf, stu­dier­te noch in Kopen­ha­gen und war der ers­te Däne, der in der Darm­städ­ter Schu­le zu Hau­se war, aber nie selbst seri­el­le Musik geschrie­ben hat.

Marin ist der­art kom­plex, dass es über 55 indi­vi­du­el­le Strei­cher­stim­men ver­fügt und längst als Meis­ter­werk gefei­ert wird: Musik der Ver­äs­te­lun­gen, in dem das Indi­vi­du­el­le sich zum Kol­lek­ti­ven ver­webt. Borup-Jør­gen­sen selbst nann­te sein Orches­ter­stück ein „Gedicht in Musik“. Inspi­ra­ti­ons­quel­le für sein Opus magnum war der Oze­an: auch er ein Bio­top, das durch unend­lich klei­ne Tei­le zum Gro­ßen und Gan­zen wird. Und in des­sen aben­teu­er­li­che Tie­fen taucht Axel Borup-Jør­gen­sen in sei­nen voll­kom­men neu­en Klang­wel­ten ab. Für die­se Auf­nah­me lei­tet Tho­mas Søn­der­gård das Danish Natio­nal Sym­pho­ny Orches­tra mit vir­tuo­ser Viel­schich­tig­keit.

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Und die Musik bekommt nun plötz­lich Augen und einen visu­el­len, kunst­voll ani­mier­ten Rah­men, der im Zusam­men­spiel von Auge und Ohr vor allen Din­gen den Geist öff­net. Eine ani­mier­te Fan­ta­sie, die den Zuschau­er in eine spek­ta­ku­lä­re Unter­was­ser­welt ein­lädt, in der sich unter­schied­li­che Krea­tu­ren ein­ge­rich­tet haben. Eini­ge die­ser Wesen, die das Reich unter der Was­ser­ober­flä­che bevöl­kern, sind von Axel Borup-Jør­gen­sens eige­nen Zeich­nun­gen inspi­riert. Regis­seur Mor­ten Bar­thol­dy schafft eine Welt, die vom Oze­an ange­regt ist, farb­li­che und kalei­do­sko­pi­sche Räu­me, archai­sche Fabel­we­sen, Licht und Schat­ten, Figu­ren, die aus der Anti­ke in unse­re Zeit hin­über­zu­schwim­men schei­nen, vir­tu­ell und den­noch ver­blüf­fend real. Mit die­ser monu­men­ta­len Arbeit hat Bar­thol­dy nicht nur einen voll­kom­men neu­en Zugang gefun­den, um Musik im Film zu ani­mie­ren, son­dern lockt durch sei­ne spek­ta­ku­lä­ren Bil­der in eine Welt, in deren fan­tas­ti­scher Tie­fe man gern ver­weilt.

1 Kommentar

  1. I was very hap­py to read this arti­cle about the ani­ma­ti­on film MARIN. We real­ly tried hard for 5 years to crea­te a new way of pre­sen­ting moder­nistic sym­pho­nic music, to rest your eyes when lis­ten­ing to the music, wit­hout lea­ving the music as a „sound­track“ to a film. Thank you!
    Lars Han­ni­bal
    Idea and con­cept for MARIN
    Direc­tor
    OUR Record­ings

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