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Optisch spek­ta­kulär

von crescendo Redaktion

17. Februar 2021

Der Zweite Weltkrieg tobte, mein Erfinder verschwand in einem sowjetischen Lager, und Nazi-Deutschland verschmähte mich.

Ich bin ein musi­ka­li­scher Pionier. Mein Erfinder, ein verrückter russi­scher Physik­pro­fessor, hat schon immer gerne herum­ge­tüf­telt. Instru­mente mit Licht, Farbe und Geruch gebaut und natür­lich mich. Anfangs waren alle begeis­tert. Ich war die Zukunft, der Fort­schritt der Musik. Reiste als Botschafter des Sozia­lismus durch Europa und und löste auf der ganzen Welt Wellen der Begeis­te­rung aus. Optisch spek­ta­kulär, mit einem unna­tür­li­chen, sphä­ren­haften Ton. Mein Klang erin­nert an eine gänse­hau­ter­re­gende Geis­ter­stimme oder eine fragile Frau­en­stimme, die Musi­kern, Kompo­nisten und meinem Publikum unter die Haut geht.

Verschmäht als „jüdi­sches Instru­ment“

Aber dann wurde alles anders. Die Wirt­schaft brach zusammen, der Zweite Welt­krieg tobte, mein Erfinder verschwand fast 30 Jahre in einem sowje­ti­schen Lager, und Nazi- verschmähte mich als „jüdi­sches Instru­ment“. Der anfäng­liche Enthu­si­asmus verflog, man verlor das Inter­esse, und ich geriet in Verges­sen­heit. Meine Renais­sance kam erst viele Jahre später, und meine Antennen wurden wieder berüh­rungslos gestrei­chelt.

Ein feines Gehör und äußerste Präzi­sion

Mich zu spielen, verlangt nach wie vor hohe Virtuo­sität, ein feines Gehör und äußerste Präzi­sion. Obwohl man mich bei , den Beach Boys, , Zaz und Philipp Poisel hören konnte, ich Auftritte bei American Horror Story, The Big Bang Theory und den Simp­sons hatte, konnte ich mich nie wirk­lich durch­setzen. Meine unheim­lich klin­gende Melo­die­stimme „aus der Luft“ wird mir aber immer eine Aura des Außer­welt­li­chen geben.

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