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Sterben war nicht einge­plant

von crescendo Redaktion

24. März 2021

Wie den berühmten Phönix, lässt man mich auch nach meinem Tod nicht in Ruhe.

Drei Minuten dauert mein Todes­kampf. Ich drehe, winde und neige mich und im Gegen­satz zu meinen Kollegen auf der Opern­bühne komme ich dabei ohne drama­ti­sche Worte aus. Anstren­gend sind meine letzten Minuten aber trotzdem. Was sich Michel dabei gedacht hat, mich nicht einfach in Ruhe dahin­treiben zu lassen, sondern meinem Leben ein Ende zu setzen? Wahr­schein­lich hat er sich von ein paar Artge­nossen auf einem Binnen­ge­wässer dazu verleiten lassen und vom Schicksal einer, oh Graus, mensch­li­chen Prin­zessin. Aber da gehöre ich eigent­lich nicht hin…

Ein tief­sin­niges Instru­ment

Dabei hat alles ganz lustig ange­fangen. Ich war auf einer kleinen Party zur närri­schen Zeit mit meinen anima­li­schen Freunden. Sterben war da nicht einge­plant. Anschei­nend waren meine majes­tä­ti­schen Bewe­gungen und die Vertre­tung durch ein tief­sin­niges Instru­ment aber Anre­gung genug, mich beson­ders elegant das Zeit­liche segnen zu lassen. Und wie den berühmten Phönix, lässt man mich auch nach meinem Tod nicht in Ruhe, sondern stellt mich seit 110 Jahren immer wieder ins Rampen­licht.

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Fotos: Wikipedia