Künstler privat

Enrique Mazzola

von crescendo Redaktion

24. Juli 2022

Weltweit als Opern- und Sinfoniedirigent gefragt ist Enrique Mazzola seit 2021 Musikdirektor der Lyric Opera of Chicago. 2022 wurde er zum Conductor in Residence der Bregenzer Festspiele ernannt, wo er derzeit u.a. die spektakuläre Aufführung der »Madame Butterfly« dirigiert.

Name: Enrique Mazzola

Geburtsdatum: 24. März 1968

Geburtsort: Barce­lona

Wohnort: Paris

Lebenspartner/in: keine Angabe

Kinder: nein

Sternzeichen: Widder

Wie fühlen Sie sich gerade?
Super, Danke!

Ihre charakteristischste Eigenschaft?
Von Herzen stur

Was inspiriert Sie?
Die Schön­heit

Was nehmen Sie sich immer wieder vor?
Jede Gele­gen­heit nutzen, um besser zu werden

Was würde niemand von Ihnen vermuten?
Dass mein »Plan B« im Leben darin bestand, Pilot zu werden …

Welche natürliche Gabe hätten Sie gern?
Die Gabe der Impro­vi­sa­tion als Jazz-Musiker

Ein großes „Beinahe“ in Ihrem Leben?
Eine Oper kompo­nieren. Ich hatte vor einigen Jahren „fast“ einen Auftrag erhalten.

Ihre Vorstellung von Glück?
Familie, Arbeit, Gleich­heit und Gerech­tig­keit der Gesellschaft(en)

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Krank sein und eine Vorstel­lung absagen

Was wollten Sie als Kind werden?
Diri­gent – deshalb meine Antwort auf Frage Nummer zwei

Wobei bzw. wann werden Sie schwach?
Süßig­keiten – ich bin zu 200% Nasch­katze

Ihr größtes Talent?
In jeder Situa­tion ein Team um mich aufzu­bauen.

Was können Sie gar nicht?
Golf­spielen

Woran zweifeln Sie am meisten?
An den Wider­sprü­chen der heutigen Gesell­schaft und der Blind­heit der Regie­rungen gegen­über den Haupt­pro­blemen: Ökologie, Gleich­heit, Gerech­tig­keit, Diver­si­fi­zie­rung

Wovor haben Sie Angst?
Dass Jahr­hun­derte von Kriegen in Europa und der ganzen Welt uns nichts gelehrt haben

Was ertragen Sie nur mit Humor?
Die Touristen in Paris

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Dass ich mich oft bei meinen Kollegen dafür entschul­dige, dass ich so »anspruchs­voll« bin.

Ihre originellste Ausrede?
Ich entschul­dige mich, es war fast perfekt, aber wir sollten es noch einmal machen!

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?
Gar keine. Ich träume jeden Tag, und ich glaube, dass es immer Hoff­nung gibt.

Das Credo Ihres Lebens?
Nichts ist unmög­lich!

Ihre Lieblingsbeschäftigung/Ihr Hobby?
Botschafter des Vino Nobile di Monte­pul­ciano zu sein

Ihr Lieblingsland?
Italien

Ihre Lieblingsstadt?
Chicago

Ihr Lieblingsgericht?
Pizza

Ihr Lieblingsgetränk?
Moscow Mule (nur nach der Vorstel­lung, nie vorher)

Ihr Lieblingstier?
Katze

Ihre Lieblingsblumen?
Rosen

Ihr Lieblingsbuch?
»Die Gärten der Finzi Contini« von Giorgio Bassani

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Italo Calvino

Ihr Lieblingsfilm?
»La grande bellezza« – »Die große Schön­heit« von Paolo Sorren­tino

Ihr Lieblingsmaler/darstellender Künstler?
Johannes Vermeer

Ihr/e Lieblingskomponist/in?
Das kann ich unmög­lich beant­worten

Ihr Lieblingswerk/Ihre Lieblingsoper?
Das kann ich unmög­lich beant­worten

Ihr Lieblingsalbum?
»Love over gold« von Dire Straits

Ihr Lieblingsinstrument?
Die Viola d’amore

Das beste Konzert Ihres Lebens?
Die Première von »Macbeth« an der Lyric Opera of Chicago: meine erste Auffüh­rung als Musik­di­rektor!

Ihr beglückendster musikalischer Moment?
Diri­gieren bei den Bregenzer Fest­spielen vor mehr als 7000 Zuschauern pro Abend!

Was bedeutet Ihre Kunst für Sie?
Sie ist mein Leben.

Der beste Auftritt Ihres Lebens?
»Orpheus in der Unter­welt« von Wiener Phil­har­mo­niker

Gibt es Rituale für ein gelingendes Konzert?
Ich esse Scho­ko­lade, bevor ich auf dem Podium stehe

Die Minuten vor dem Auftritt?
Entspannen

Und die Zeit danach?
Entspannen

Welche Musik mochten Sie als Kind/als Jugendlicher?
Pop im Allge­meinen

Ein Werk, das Ihr Leben verändert hat?
»Wozzeck« von Alban Berg

Welche Person/welches Ereignis hat Sie als Musiker/in maßgeblich geprägt und warum?
Claudio Abbado. Als ich als Kind im Knaben­chor der Scala war, beob­ach­tete ich ihn jede Sekunde und war so faszi­niert von dem, was er mit seinen Blicken und Gesten machen konnte.

Welches Werk wollen Sie unbedingt noch aufführen?
»Falstaff«

Wann haben Sie zuletzt bei Musik geweint?
»Butterfly« bei den Bregenzer Fest­spielen

Mit welcher/m Musiker/in der Vergangenheit würden Sie gern einen Abend verbringen?
Carlos Kleiber

Welche Künstler beeindrucken Sie?
Barrie Kosky

Welches Musikerklischee würden Sie gern geraderücken?
Dass Musiker lang­weilig und altmo­disch sind

Welche drei Musikstücke würden Sie auf die berühmte Insel mitnehmen?
»Die Kunst der Fuge«

Wenn morgen die Welt unterginge, welche Musik würden Sie spielen/singen?
Brahms« »Vierte Sinfonie«

Wenn Sie nicht Ihr Instrument spielen bzw. singen würden, welches würden Sie wählen?
Cello

Gibt es weitere Interessen/Leidenschaften neben der Musik?
Ich liebe Anti­qui­täten und die Gastro­nomie und habe eine große Leiden­schaft für Wein

In welchem Jahrhundert hätten Sie gern gelebt?
In unserem

Welche Musik würden Sie einem Klassikeinsteiger empfehlen?
»La Traviata«

Was ist Ihr Seelenort?
Monte­pul­ciano

Wofür würden Sie Ihr Leben opfern?
Für die Frei­heit

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Singen im Knaben­chor der Mailänder Scala

Was haben Sie – neben Schlüssel und Handy – immer dabei?
Meine Pass

Ihre Strategie für kurzfristige Entspannung?
An meinen Oliven­hain in Monte­pul­ciano zu denken

Welcher Urlaubstyp sind Sie? Strandschläfer, Berg- und Tal-Aktivist oder Kulturreisender?
Das wesent­liche Krite­rium ist, dass es ein kühler Ort ist

Tag- oder Nachtmensch? (Nachtigall oder Lerche?)
Nacht­mensch

Sind Sie abergläubisch?
Nein

Haben Sie ein Maskottchen?
Nein

Fotos: Jean-Baptiste Millot