Der Pianist Florian Uhlig verrät uns seine Lieblingsaufnahmen.

Der Pia­nist Flo­ri­an Uhlig (Foto oben: © Mar­co Borg­gre­ve) wid­met sich seit eini­gen Jah­ren inten­siv den Wer­ken von Robert Schu­mann. Auf 15 CDs ist sei­ne Edi­ti­on der Solo-Kla­vier­wer­ke Schu­manns ange­legt. In einem Inter­view mit dem Baye­ri­schen Rund­funk erzähl­te er, wie er an die Inter­pre­ta­ti­on der Wer­ke her­an­geht. Uhlig beton­te dabei das Gefühl: Es sei der Vor­zug des Älter­wer­dens – auch als Inter­pret – dass man ein Grund­ge­fühl habe, „näm­lich das Gefühl des Ver­traut­seins mit dem Kom­po­nis­ten“. Des­we­gen kön­ne er „aus einer künst­le­ri­schen Intui­ti­on“ her­aus an das Werk gehen. „Natür­lich lernt man immer wie­der hin­zu, liest immer wie­der neue Sachen, hat immer wie­der neue Erkennt­nis­se. Aber ana­ly­tisch ist das zumin­dest bei mir in mei­ner Arbeit über­haupt nicht. Und wenn ich mich ans Kla­vier set­ze, dann bin ich ganz frei und ganz spon­tan.“ Jede CD der Edi­ti­on trägt ein bestimm­tes Mot­to. 2019 erschien Fol­ge XIII.

Robert Schumann: „Charakterstücke II“, Florian Uhlig (Hänssler Classics)

Robert Schu­mann: „Cha­rak­ter­stü­cke II“, Flo­ri­an Uhlig (Häns­s­ler Clas­sics)
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Als Dank, dass Sie auch ange­sichts der Coro­na-Kri­se an die Musik glau­ben, kön­nen Sie die­ses Album bis Ende Mai 2020 kos­ten­frei in der NML hören. Regis­trie­ren Sie sich unter: crescendo.de

1Hermann Prey und Leonard Hokanson, Franz Schubert: Schwanengesang (Deutsche Grammophon)

Eine wun­der­ba­re Erin­ne­rung an einen legen­dä­ren Sän­ger, mit dem ich als 22-Jäh­ri­ger mei­ne ers­ten Schrit­te in Schu­berts Lie­der­welt  gehen durf­te. Welch sagen­haf­ter Stimm­klang! Welch sub­ti­le ago­gi­sche Nuan­cen!
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2Sergiu Celibidache, Münchner Philharmoniker, Robert Schumann: Symphonien (EMI Classics)

Celi­bi­da­ches Gespür für musi­ka­li­sche Span­nung ver­leiht  Schu­manns sin­fo­ni­schem Schaf­fen enor­men Tief­gang. Die Aus­lo­tung der kom­ple­xen Poly­fo­nie gelingt unge­mein bezwin­gend. Und das Far­ben­spiel der Münch­ner Phil­har­mo­ni­ker tut ein Übri­ges, um dem roman­ti­schen Geist vol­len Aus­druck zu ver­lei­hen.
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3Anne-Sophie Mutter und John Williams: Across the Stars (Deutsche Grammophon)

Ich bin – das muss ich geste­hen – Film­mu­sik-Fan, und John Wil­liams gehört zu den her­aus­ra­gen­den Meis­tern sei­nes Fachs. Sei­ne Par­ti­tu­ren sprü­hen vor melo­di­schem Ein­falls­reich­tum und Musi­zier­lust. Ich hat­te die gro­ße Freu­de, im April die­ses Jah­res einen Aus­schnitt die­ses Pro­gramms mit Anne-Sophie Mut­ter im Bou­lez Saal in Ber­lin zu spie­len.
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4Thelonious Monk: Underground (Sony)

Fabel­haf­ter Groo­ve, gechill­te Pia­nis­tik und über­bor­den­des Impro­vi­sa­ti­ons­tem­pe­ra­ment. Ich lie­be die­se Plat­te, beson­ders wenn ich unter­wegs bin und Musik höre. Ein Garant für gute Lau­ne!
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5Sabine Meyer, Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert (EMI Classics)

Sabi­ne Mey­er spielt mit ent­waff­nen­der musi­ka­li­scher Auf­rich­tig­keit und noblem Sinn für Far­ben und Nuan­cen. Das ist traum­haf­ter Mozart! Es ist mir eine gro­ße Ehre, ab Okto­ber die­ses Jah­res ihr Kol­le­ge an der Musik­hoch­schu­le in Lübeck zu wer­den.
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