Detektivgeschichten aus der Welt der Klassik: Wie deutsch ist die deutsche Nationalhymne?

Der Konzertgitarrist und CRESCENDO-Autor Stefan Sell begibt sich auf Spurensuche. Er geht verdächtigen Motiven nach, sammelt unterschlagene und offensichtliche Indizien und ermittelt, wer sich wann und wo die ein oder andere Melodie geborgt hat. Packend und augenzwinkernd entdeckt Stefan Sell hörenswerte Diebstähle der Musikgeschichte.

In der dritten Folge lautet die Frage: Wie deutsch ist die deutsche Nationalhymne? War sie ursprünglich ein kroatisches Volkslied? Im Focus: Joseph Haydn, der österreichische Komponist der Melodie. Er gestand: „Ich kann nicht anders, ich muß es alle Tage einmal spielen. Es ist mein Gebet” und sprach von seinem „Volck’s Lied” Gott erhalte Franz den Kaiser. Haydn war der beliebteste Komponist Europas, er war durch und durch Europäer. Seinem schottischen Verleger schrieb er auf Italienisch. Mit Leichtigkeit schrieb er ein Klaviertrio „alla ungherese”, also auf ungarisch. Haydn war Kosmopolit: „Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt”.

Als Gast bei den Ermittlungen aus Wien zugeschaltet: der Musiker und Kontrabassist Hannes Laszakovitz, geboren in Wien als Burgenländischer Kroate mit ungarischen Wurzeln

Jeden ersten Samstag im Monat!

Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.

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