Künstler privat

Elīna Garanča

von crescendo Redaktion

19. Juni 2022

Die Mezzosopranistin zählt zu den ganz Großen ihres Fachs. Außerdem: zu den unkompliziertesten und humorvollsten. Und: Sie bedient den Superlativ auch noch in Sachen Tomaten ... Wunderbare Antworten einer wandelbaren Frau.

Name: Elīna Garanča

Geburtsdatum: 16.September 1976

Geburtsort: Riga

Wohnort: Riga und Málaga

Lebenspartner/in: Karel Mark Chichon

Kinder: Catherine Louise Chichon und Cristina Sophie Chichon

Sternzeichen: Jungfrau

Wie fühlen Sie sich gerade?
Wie im Auge eines Tornados. Haha! Gerade jetzt versuche ich, ein paar entspannte Tage mit meiner Familie zu verbringen, zwischen den Aufführungen von Samson et Dalila am Royal Opera House und den Vorbereitungen in London für das Platinjubiläum der Königin. Es ist echt wild!

Ihre charakteristischste Eigenschaft?
Ungeduld und Pragmatismus

Was inspiriert Sie?
Die Natur hat bisher noch nie versagt.

Was nehmen Sie sich immer wieder vor?
Das Beste aus der Situation zu machen, egal wie die Umstände sind, und dies meinen Kindern beizubringen.

Was würde niemand von Ihnen vermuten?
Ich würde es bevorzugen, dies für mich zu behalten. Haha!

Welche natürliche Gabe hätten Sie gern?
So sehr ich die bildende Kunst und die Literatur genieße, sind mir diese beiden Talente leider nicht in die Wiege gelegt worden, und manchmal stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn ich malen oder schreiben könnte.

Ein großes „Beinahe“ in Ihrem Leben?
Vor drei Jahren habe ich mir bei einem Sturz fast zwei Rippen gebrochen. Nicht nur eine. Und ich möchte nicht über diesen Punkt hinaus denken.

Ihre Vorstellung von Glück?
Einen sonnigen Tag voller Lachen mit meiner Familie und den Menschen, die ich liebe, zu verbringen.

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Keine Möglichkeit zu haben, kommunizieren und unsere Fehler zu erklären zu können.

Was wollten Sie als Kind werden?
Schauspielerin – ein Superstar natürlich!

Wobei bzw. wann werden Sie schwach?
Bei schwarzer Schokolade! Alles über 85% – und ich folge dem bitteren Glücksgefühl nach …

Ihr größtes Talent?
Ich glaube schon, dass mein größtes Talent ist, dass ich singen kann. Aber hey, ich baue auch die größten Tomaten in der Region an!

Was können Sie gar nicht?
Ich habe definitiv Probleme damit, die Haare anderer Leute zu schneiden.

Woran zweifeln Sie am meisten?
An mir selbst und der Fähigkeit, die Dinge klar zu sehen.

Wovor haben Sie Angst?
Nicht genug Zeit zu haben, um alles zu sagen, was ich sagen will.

Was ertragen Sie nur mit Humor?
Hotelreservierungen und Flugbuchungen, die schiefgegangen sind.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Die ehrlichen Fehler.

Ihre originellste Ausrede?
Die Wahrheit zu sagen.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?
Dass Wunder von selbst geschehen.

Das Credo Ihres Lebens?
Was man sät, das wird man ernten.

Ihr Lieblingsgetränk?
Gin und Tonic.

Ihr Lieblingstier?
Meine Katze. Meine Carmen.

Ein Werk, das Ihr Leben verändert hat?
Verdis Aida. Amneris ist die Rolle, durch die ich mich in die Oper verliebt habe und immer noch verliebe.

Kuriose Orte, an denen Sie musiziert/geübt haben?
Auf einer Weide inmitten einer Kuhherde und einigen recht spektakulären spanischen Grotten.

Gibt es einen Sehnsuchtsort?
Das alte Haus meiner Großeltern und fast jeder lettische Wald.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Es war im Opernhaus in Meiningen für eine Reihe von Beethoven-Konzerten. Ich wurde mit einem Scheck über 9000 Mark bezahlt, rahmte ihn stolz ein und löste ihn nie ein.

Was haben Sie – neben Schlüssel und Handy – immer dabei?
Meinen 10-Jahres-Kalender und Ohrenstöpsel.

Ihre Strategie für kurzfristige Entspannung?
Stricken oder Bügeln. Ich weiß ... Aber es funktioniert jedes Mal.

Welcher Urlaubstyp sind Sie? Strandschläfer, Berg- und Tal-Aktivist oder Kulturreisender?
Gartenaktivistin und Rekonstruktionsfanatikerin ...

Fotos: Christoph Köstlin