Andreas Ihlebæk schuf ein Brevier aus einem Dutzend Miniaturen und setzt sich pianistisch mit der Gegenwart auseinander. 

Wahrscheinlich werden in den kommenden Monaten noch viele Alben dieser Art erscheinen. Denn mehr denn je hatten Musiker Zeit, unverhofft und in manchen Phasen auch erzwungen, um den Blick nach innen zu wenden. Andreas Ihlebæk hat seine Inspiration in Richtungen mollverhangene Kontemplation schweifen lassen und ein Brevier mit zwölf Miniaturen erdacht, das die emotionale Irritation der Seuchenmonate, überhaupt der indifferenten Gegenwart in Albumblätter verwandelt. 

In perlende Töne gegossene Hoffnung

Der norwegische Pianist und Komponist beschränkt sich dabei auf das melodisch Nötigste, solistisch am Klavier ohne spürbare studiotechnische Modifikationen gestaltet, und kennt stilistisch seine Vorbilder und Kollegen. Man meint, den Grieg zu hören, den Satie, aber auch ein wenig den Squiban oder den Thiersen, die pianistischen Kohorten der Introspektion, die sich des Instruments vor allem als Medium des Wohlklangs bedienen. „I Will Build You A House“ wirkt daher versöhnlich, ein Programm der in behutsam perlenden Töne gegossenen Hoffnung. 

Auftrittstermine und weitere Informationen zu Andreas Ihlebæk unter: www.andreasihlebaek.com 

Andreas Ihlebæk: „I Will Build You A House” (NXN Recordings)