Christoph Reuters Buch "Musik macht schlau-außer manche"

Wohl­tu­ende Wirkung

von Antoinette Schmelter-Kaiser

7. Januar 2026

Wissen, Witz und Wahnsinn: Der Pianist, Komponist und Kabarettist Christoph Reuter erklärt in seinem neuen Buch, warum Musik schlau macht und von der Geburt bis ins hohe Alter gut tut.

Früh­ge­bo­rene entwi­ckeln sich besser, wenn für sie gesungen und musi­ziert wird. Schul­kinder haben nach mehreren Jahren Musik­un­ter­richt einen höheren Intel­li­genz­quo­ti­enten. Musik­the­ra­pien können Schlag­an­fall- und Parkinson-Pati­enten genauso wie bei psychi­schen Problemen helfen. Musi­ka­li­sche Erin­ne­rungen bleiben bei Menschen mit Demenz veran­kert, auch wenn alle anderen längst verblassen. Keine Frage: Musik hat erwie­se­ner­maßen eine wohl­tu­ende Wirkung auf Körper und Geist. Zahl­reiche Belege dafür hat Chris­toph Reuter in seinem Buch „Musik macht schlau – außer manche“ versam­melt, das jetzt bei Heyne erschienen ist. Als Pianist, Kompo­nist und Musik-Kaba­ret­tist weiß er auch aus eigener Erfah­rung, dass Musik ein Geschenk ist. Und dass sowohl die Konzen­tra­tion als auch Entschei­dungs­fä­hig­keit, Selbst­wert­ge­fühl und Fähig­keit, mit schwie­rigen Situa­tionen zurecht zu kommen, bei den Menschen größer sind, die ein Instru­ment spielen.
Chris­toph Reuter geht es dabei um mehr als um Wissens­ver­mitt­lung. In insge­samt 60 Kapi­teln und auf 304 Seiten reist er voller Neugier durch die ganze Welt der Musik, zu der auch Witz und Wahn­sinn gehören – von Aber­glauben über Gänse­haut­mo­mente und Kuriosa wie Pupsen als Kunst­form bis zur Zirku­lar­at­mung, die Didge­ridoo-Spieler brau­chen. On top streut er kurze Biogra­fien wegwei­sender Musi­ke­rinnen und Musi­kern ein – auch das lebendig-anschau­lich im Ton und immer mit einem Schuss Humor statt bier­ernst.
Nicht jedes Kapitel zahlt auf das Konto ein, warum Musik schlau macht. Aber um diese Frage allein möchte Chris­toph Reuter auch nicht kreisen. Sein roter Faden ist die „Begeis­te­rung für Musik“, die alle seine musi­ka­li­schen Geschichten, Biogra­fien, neuro­lo­gi­schen Erkennt­nissen, Instru­men­ten­be­schrei­bungen und Fakten wider­spie­gelt. Und sein erklärtes Ziel ist es, dass man sich beim Lesen amüsiert und im günstigsten Fall humor­voll neue Erkennt­nisse bekommt.