Andreas WoykeFeuerwerk entfesselten Rhythmus‘

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Bisher kannte ich den in Graz lebenden deutschen Pianisten Andreas Woyke als souveränen, äußerst profilierten Begleiter des österreichischen Cellisten Friedrich Kleinhapl, mit dem er in den letzten Jahren eine Reihe exzellenter Duo-Alben produzierte. Jetzt hat der 52-jährige Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik ein Soloalbum mit je zwei Schlüsselwerken der südamerikanischen Klassiker Heitor Villa-Lobos und Alberto Ginastera zu einem gigantischen Feuerwerk des entfesselten Rhythmus gebündelt und brilliert mit überwältigender Technik und Ausdruckskraft. Zwei zeitgleich entstandene, aus der brasilianischen bzw. argentinischen Folklore gespeiste „Tanzsuite„n bilden den bildmächtigen, pulsierenden Rahmen für Villa-Lobos’ unspielbare, exzessiv-wilde „Rudepoema-Fantasie“, die hier noch archaischer klingt als Strawinskys „Sacre“, während in Ginasteras Erster Sonate argentinische Musiktraditionen komplex in moderne Satztechniken eingearbeitet sind. Mit fantastischem Timing und orchestraler Wucht entfacht Woyke auf dem großen Bösendorfer ihre südamerikanische Seele. Ein fesselndes Hörabenteuer.

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