Boris Gilt­burg eröff­net sei­ne Liszt-Ein­spie­lung mit der lyri­schen Rigo­let­to-Para­phra­se, in der er den Hörer durch eine bezau­bern­de Sang­lich­keit sofort in den Bann zieht. Sei­ne dyna­mi­sche Gestal­tung wie auch der Umgang mit Klang­far­ben zeu­gen von einem beson­de­ren Gespür für fei­ne Zwi­schen­tö­ne, nicht zuletzt in den vir­tuo­sen Pas­sa­gen der tech­nisch unge­heu­er her­aus­for­dern­den Étu­des d´exécution trans­cen­dan­te. Die Inter­pre­ta­ti­on der zwölf Etü­den zeich­net sich durch einen feu­rig-lei­den­schaft­li­chen Ges­tus aus, wobei Gilt­burg es ver­steht, die Klang­mög­lich­kei­ten des Kla­viers voll und ganz aus­zu­schöp­fen. Im Lyri­schen zärt­lich und bewe­gend, im Vir­tuo­sen auf­brau­send und lei­den­schaft­lich – Gilt­burg beweist, dass Franz Liszts berühm­te Etü­den weit mehr zu bie­ten haben als blo­ße Vir­tuo­sen-Kunst. 

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