Igor Levit lud während des Lockdowns zu „Hauskonzerten“. Florian Zinnecker begleitete ihn durch diese Zeit und verfasste eine Biografie über ihn. 

Hauskonzert“ ist aktuell, knisternd spannend und zeigt, wie einsam ein Spitzenpianist ist. Unter der massiven Last an Begabung, beim stundenlangen Üben und mit eigenen Plänen und Ideen in der Routine aus Konservatorien und Konzertagenturen. Atemberaubend, an wie vielen Zufällen und Widrigkeiten des Klassik-Betriebs Levits Laufbahn hing. Beglückend, dass ihm die richtigen Menschen weiterhalfen. Levits „Hauskonzerte“ im Netz befreiten ihn in der Pandemie vom Marktzwang. Doch setzten sie ihn so radikal dem Publikum aus, wie das wohl Wenige hinnähmen, die so hoch oben spielen. Nach Morddrohungen und Judenhass. Für die, die Levits politisches Engagement abtun: Als Yehudi Menuhin nach dem Krieg als erster jüdischer Künstler wieder in Deutschland auftrat, waren die Deutschen dankbar. Und heute soll Igor Levit in seinem Land nichts zur AfD sagen? Florian Zinnecker hat für die Ausnahmeerscheinung Igor Levit im Hier und Jetzt die richtige, bestens lesbare Form gewählt und erzählt mit unbestechlichem Blick und gelassen von einem glühenden Künstlerherzen. 

Mehr zu Igor Levit und seine Auftrittstermine unter: www.igor-levit.de

Igor Levit und Florian Zinnecker: „Hauskonzert“ (Hanser)

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