Katie Mahan spielt Kompositionen von George Gershwin in Bearbeitungen für Solo-Klavier.

George Gershwin ist der wohl beste Beweis für die Überflüssigkeit stilistischer Schubladen in der Musik. Eigentlich. Dennoch scheint es der Pianistin Katie Mahan, ein Anliegen gewesen zu sein, den „klassischen Gershwin“ zu zeigen. Zumindest hat sie ihr neues Album „Classical Gershwin“ genannt.

Sinnlich schwelgerische Melodien und herrlich swingende Rhythmen

Katie Mahan präsentiert darauf nicht nur seine beiden ursprünglich für Klavier und Orchester konzipierten Rhapsodien, sondern auch verschiedene seiner Lieder wie I got Rhythm oder Embraceable you in Bearbeitungen für Solo-Klavier, wobei sie die meisten der Werke selbst arrangiert hat. Das Ergebnis ist dann zum Glück doch weniger klassisch reduziert, als es der Titel vermuten ließe. Stattdessen bringt Mahan mit mal kernig prägnantem, mal samtig weichem Anschlag eben jene Mischung aus sinnlich schwelgerischen Melodien und herrlich swingenden Rhythmen zum Klingen, die Gershwins Sound so einzigartig machen.

Classical Gershwin”, Katie Mahan (Steinway & Sons)
Zu beziehen u.a. bei: www.amazon.de

Und anzuhören in der NML

Als Dank, dass Sie auch angesichts der Corona-Krise an die Musik glauben, können Sie dieses Album bis Ende Mai 2020 kostenfrei in der NML hören. Registrieren Sie sich unter: crescendo.de

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Dorothea Walchshäusl
Dorothea Walchshäusl ist Musikjournalistin und promovierte Politologin. Sie lebt und arbeitet in Passau. Den Mensch im Blick, die Musik im Ohr und das Gefühl in den Fingerspitzen, fasziniert die freie Autorin all das, was die Menschen im Kleinen wie im Großen bewegt und berührt. Für crescendo schreibt sie seit 2014 und erforscht in ihren Porträts und Reportagen mit Leidenschaft, warum sich Menschen mit Haut und Haar der Musik verschreiben.

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