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Bei Verdis Oper Macbeth ist Maria Callas’ sensationeller Scala-Auftritt im Jahr 1952 bis heute der Maßstab geblieben: Die erste rundum überzeugende Studioaufnahme gelang Claudio Abbado erst 24 Jahre später, als er die gefeierte Scala-Produktion Giorgio Strehlers für die Schallplatte nachproduzierte. Diese auch akustisch exzellente Referenz-Aufnahme gibt es jetzt in einem neuen digitalen Remaster, und sie hat nichts eingebüßt von ihrer jugendlichen Frische, ihrer scharfen, rhythmischen Attacke und ihrer sogartigen Stringenz. Es ist bis heute die im Orchesterspiel sorgfältigste, in der vokalen Gesamtleistung homogenste Einspielung dieser finsteren Oper geblieben, die in den männlichen Partien mit Piero Cappuccilli (Macbeth), Nicolai Ghiaurov (Banco) und Placido Domingo (Macduff) die damals weltweit führenden Akteure aufbot. Auch Shirley Verrett lieferte ein hochdramatisches Porträt der Lady, wenngleich ihr das entscheidende Quantum vokalen Gifts fehlte, während der junge Abbado das Kunststück fertigbrachte, den nötigen theatralischen Furor mit einer an Pedanterie grenzenden Präzision im Orchester und bei den Chören zu verknüpfen: Als Studioaufnahme ist dieser „Macbeth“ noch immer konkurrenzlos. 

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