Avi Avital

Unge­ahnte Viel­falt

von Corina Kolbe

21. November 2020

Avi Avital lässt das breitgefächerte Repertoire der Mandoline von Beethoven bis zu zeitgenössischen Kompositionen erklingen.

Wie breit gefä­chert das Reper­toire für die Mando­line ist, zeigt uns auf seinem neuen Album. Es sind keine Tran­skrip­tionen, sondern ausschließ­lich Origi­nal­werke zu hören. Wer hätte gedacht, dass sogar Beet­hoven für das bauchige Zupf­in­stru­ment kompo­nierte? Mit dem zart melo­di­schen Adagio ma non troppo wollte er eine junge Gräfin umgarnen.

Anneleen Lenaerts, Harfenistin und Duopartnerin von Avi Avital
Harfe­nistin und Duopart­nerin von Avi Avital:
(Foto: © Marco Borg­greve)

Avitals Duopart­nerin ist die belgi­sche Harfe­nistin Anneleen Lenaerts. Antonio Vivaldis beschwingtes Konzert für zwei Mando­linen bestreitet er mit seinem Kollegen Alon Sariel und dem Venice Baroque Orchestra. Dass Dome­nico Scar­lattis Sonate d‑Moll KV 86 für Mando­line statt für Klavier geschrieben wurde, ist nicht belegt, erscheint aber höchst plau­sibel. Über­ra­schend ist auch das große Spek­trum zeit­ge­nös­si­scher Werke. In Hans Werner Henzes Carillon, Réci­tatif, Masque treffen Mando­line, Gitarre und Harfe auf neue harmo­ni­sche Struk­turen. David Bruce bietet mit Death is a Friend of Ours dem Tod fröh­lich die Stirn. Und verbindet in seiner Sonate barocke mit orien­ta­li­schen Klängen.

>

Auftrittstermine und weitere Informationen zu Avi Avital unter: www.aviavital.com