Brad Mehldau schlägt als Jazzpianist mit dem Orpheus Chamber Orchestra auf dem Album „Variations on a Melancholy Theme“ einen Bogen von Brahms bis in die Gegenwart. 

Brad Mehldau hat sich nach anfänglicher Orientierung an Fred Hersch und Kenny Werner zu einem der großartigsten Jazzpianisten unserer Zeit mit unverkennbar eigenem, lyrisch polyfonem Stil entwickelt.

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Höreindrücke aus dem Album „Variations on a Melancholy Theme“ von Brad Mehldau und dem Orpheus Chamber Orchestra

Der Zyklus „Variations on a Melancholy Theme“ für Klavier und Kammerorchester ist ein höchst reizvoller Stilmix, der gewissermaßen an die amalgamierende Haltung von Vorläufern wie Milhaud, Eisler, Schostakowitsch oder Roy Harris anknüpft und diese in heutiger Weise transzendiert. In seinen Worten soll diese Musik, die quasi beginnt, als wäre sie gerade fast zu Ende gekommen, etwa so klingen: „Brahms woke up one morning and had the blues.“ Leider erfahren wir nicht, wer die farbenreich originelle Orchestration verfertigt hat.

Brad Mehldau
Der Jazzpianist Brad Mehldau am Klavier
(Foto: © Brad Mehldau)

Das Stilspektrum reicht von elegischem Jazz’n’Blues über reizvoll unregelmäßige Metrik bis hin zu schwelgerischer Dodekafonie – ein Zusammenwirken der Gegensätze voll Wärme und verfeinertem Geschmack, jenseits ästhetischer Barrieren, und damit eine würdige, sogar tiefsinnige Fortsetzung der American Urban Culture.

Auftrittstermine und weitere Informationen zu Brad Mehldau unter: www.bradmehldau.com

„Variations on a Melancholy Theme”, Brad Mehldau, Orpheus Chamber Orchestra (Nonesuch Records)

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