Cathy Krier begeistert auf ihrem Album mit den Klavieretüden von György Ligeti.

Die Werke von György Ligeti kann man getrost als Klassiker der Moderne bezeichnen, und zwar nicht erst seit sie den spektakulären Soundtrack zu Filmen wie Eyes Wide Shut oder 2001 von Stanley Kubrick geliefert haben. Der ungarische Komponist schrieb ziemlich komplexe, aber auch sehr kreative Musik, die ebenso radikal wie unmittelbar faszinierend ist. Auch seine 18 Etüden, die, über Jahrzehnte verteilt, entstanden, sind Klassiker des 20. Jahrhunderts, die unabhängig von den technischen Herausforderungen ihren Platz im Repertoire beanspruchen dürfen. Cathy Krier widmet sich diesen Stücken mit glutvoller Brillanz, will heißen: sie spielt mit phänomenaler technischer Perfektion und nachhaltigem musikalischen Ausdruck. Hier wird nicht nur die Bewältigung spieltechnischer Problemstellungen abgearbeitet, sondern auf geradezu elektrisierende Weise Musik gemacht. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht fesselnd.

Auftrittstermine und weitere Informationen zu Cathy Krier unter: www.cathykrier.com

György Ligeti: „Études pour Piano“, Cathy Krier (Avi)

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Guido Krawinkel schreibt über alles, was mit Musik zu tun hat. Dem Studium der Musikwissenschaften in Bonn folgten Tätigkeiten in der Tonträgerbranche, beim Radio und im Verlagswesen sowie eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker. Als freier Journalist arbeitet Guido Krawinkel für Zeitungen, Zeitschriften und Konzerthäuser, schreibt Rezensionen, CD-Booklets und Programmeinführungen und ist Mitglied in der Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik. Der begeisterte Chorsänger hält es mit Loriot: Ein Leben ohne Chor ist möglich, aber sinnlos.

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