Felix Klieser interpretiert die barocken Meister Bach, Händel, Vivaldi & Co. differenziert und voll Seele.

Wie von einem alten niederländischen Meister gemalt, prangt der Hornist Felix Klieser in pastoraler Pose auf dem Cover: in edlen Pastelltönen, mit Talar und Mühlsteinkragen. Das ist würdig und recht, möchte man meinen, denn Klieser, der hier von den Chaarts-Chamber Artists begleitet wird, spielt so himmlisch, dass diesem durchaus mit einem Augenzwinkern zu sehenden Portrait in jedem Fall ein Körnchen Wahrheit innewohnt. Was für ein Klang! Das möchte man schon nach den ersten Takten ausrufen. 

Chaarts Chamber Artists
Das größte Streichquartett: die Chaarts-Chamber Artists, 2010 in der Schweiz gegründet 

Kliesers Ton ist unendlich schön und kultiviert, er phrasiert elegant, aber genau. Und er gibt dem Schönklang auch eine Seele, sonst wäre diese Musik denkbar langweilig. Stilpuristen mögen angesichts der Bearbeitungen barocker Schlager von Bach, Händel, Vivaldi & Co., die Klieser und die Musiker des vorzüglichen Chaarts-Kollektivs aneinanderreihen, vielleicht die Nase rümpfen, doch eigentlich geht es kaum schöner. Denn die Musik wird zwischen den Tönen nicht mit pseudoromantischem Schwulst zugekleistert, sondern ungemein differenziert musiziert.

Felix Klieser: „Beyond Words“ (Berlin Classics)

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