Knyphausen & Schumacher

Einzig­ar­tiges Timbre

von Sina Kleinedler

7. Oktober 2021

Schubert Neu! Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher haben Franz Schuberts Lieder neu arrangiert und interpretieren sie mit Streichern, Trompete, E-Gitarre und Percussion.

– einer der ersten rich­tigen Singer-Song­writer? So sehen ihn (Pianist & Kompo­nist) und Gisbert zu Knyp­hausen (Sänger & Gitar­rist) und haben mit Sebas­tian Deufel einige von Schu­berts bekann­testen Liedern neu arran­giert und inter­pre­tiert. Mit Strei­cher­klang, knar­zender Trom­pete, E‑Gitarre und mitrei­ßender Percus­sion zeigen sie, wie heutige Lieder­ma­cher kreativ mit Schu­berts Werken umgehen.

Franz Schu­berts Gute Nacht, gesungen von Gisbert zu Knyp­hausen. Als Musiker wirken mit: Kai Schu­ma­cher (Grand Piano und Synthe­sizer), Sebas­tian Deufel (Schlag­zeug und Synthe­sizer) Michael Flury ( Posaune und Glocken­spiel) Marcus Schneider (E‑Gitarre) Felix Weigt (Kontra­bass) Önder Baloglu (Violine) Bianca Adamek (Violine) Odys­seas Lavaris (Viola) und Diego Hernandez (Cello).

Beson­ders bei Liedern wie Gute Nacht oder Du bist die Ruh’ brechen die Neube­ar­bei­tungen mit allen Hörge­wohn­heiten und nähern sich dem Original gleich­zeitig doch so weit an, dass im Ohr des Hörenden zunächst ein regel­rechter Knoten entsteht. Aus dieser Verwir­rung entwächst eine neue Neugier auf diese Musik, ein neuer Blick­winkel auf die schon bekannten Text­zeilen. Inmitten der atmo­sphä­ri­schen Musik ist zu Knyp­hausen der perfekte Prot­ago­nist für diese moderne Schu­bert-Reise. Mit seinem einzig­ar­tigen Timbre und der rauen, emoti­ons­ge­la­denen Stimme präsen­tiert er die Texte, die bis heute nicht an Rele­vanz verloren haben. Die Emotionen des lyri­schen Ich sind noch immer nach­emp­findbar, oder wie zu Knyp­hausen es selbst ausdrückt: „Die Sehn­sucht schim­melt eben nicht.“

Fotos: Joachim Gern