Jerzy Chwastyk und Susanne Szambelan

In passio­nierter Hingabe

von Stefan Sell

15. Juli 2022

Jerzy Chwastyk und Susanne Szambelan haben Robert Schumanns Liedzyklus »Dichterliebe« für Gitarre und Cello bearbeitet und mit Hanns Zischler als Rezitator aufgenommen.

Wenn es das Ziel dieser wunder­vollen Doppel-CD war, uns neu und auf das Innigste mit Robert Schu­manns Dich­ter­liebe in Berüh­rung zu bringen, dann ist das in passio­nierter Hingabe gelungen. Heine war einer von Schu­manns Lieb­lings­dich­tern. Bedenkt man, dass Gedichte wie Ich hab im Traum geweinet, Im wunder­schönen Monat Mai und Wenn ich deine Augen seh’ weit über hundertmal vertont worden sind, betont das einmal mehr die heraus­ra­gende Eigenart von Schu­manns Musik.

Teaser zum Album „dichter.liebe“ von , und

Lyrik kommt von Lyra, einem gezupften Saiten­in­stru­ment und frühen Vorfahren der Gitarre. In diesem Sinne hat die Idee des preis­ge­krönten Gitar­risten Jerzy Chwastyk, Schu­manns bekann­testen Lied­zy­klus für Gitarre und Cello zu bear­beiten eine magi­sche Attrak­ti­vität. Wenn zudem die Verse von einem Schau­spieler von so reich­hal­tiger Band­breite wie Hanns Zischler rezi­tiert werden und die Cellistin Susanne Szam­belan ein betö­rendes Kanti­le­nen­spiel bietet, hört man wie sehr Chwas­tyks Tran­skrip­tion geglückt ist.