Unglaublich, dieser Philippe Mouratoglou ist überall zu Hause. Keine Genres, keine Stile, die der Franzose beiseiteschiebt, ein jegliches hat seine Zeit. Ob Klassik, Blues, Jazz oder Flamenco, ob Solo, Duo oder Trio, der Gitarrist findet auf seinen Saiten für alles Platz. Doch fern von Beliebigkeit, weiß Mouratoglou genau, was er spielt. Das zeigt sein neues Album mit der Musik von Fernando Sor, dem katalanischen „Schubert“, „Beethoven“ oder „Mozart der Gitarre“, wie er genannt wurde. Sor ist für die klassische Gitarre ein Muss, weil aber die Beethovens und Mozarts nichts für Gitarre geschrieben haben, kennen ihn viele nicht. Neben seinem Werk für Gitarre, schuf er ebenso begabt Opern wie Ballettmusiken. Umso entdeckenswerter ist diese einzigartige Einspielung eines oft gespielten Repertoires. Mouratoglou verschmilzt mit dem Werk Sors so versiert, dass die vollendete Schönheit klassischer Gitarre zum Erlebnis wird.  

Fernando Sor, Philippe Mouratoglou (vision fugitive)

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Stefan Sell
Was hat John Wayne mit den Muppets und Groucho Marx gemeinsam? Für crescendo begibt sich Stefan Sell immer wieder auf die Suche nach verblüffenden Zusammenhängen. Überraschende Verbindungen bringt Sell auch als Konzertgitarrist auf die Bühne. In Programmen wie Don Quijote trifft Hamlet vereint er virtuoses Saitenspiel mit humorvollen Anekdoten und entstaubt die Weltliteratur. Seine langjährige Arbeit als Herausgeber und Autor beim Schott-Verlag wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ ausgezeichnet.

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