Alexander Huber & Burkhard Maria Weber

Concerto vertical – Musi­ka­li­sche Gipfel­stürmer

von crescendo Redaktion

1. Oktober 2020

Alexander Huber und Burkhard Maria Weber erklommen luftige Höhen, um auf Klavier und Cello Musik zu spielen. Der Film „Concerto vertical“ dokumentiert das waghalsige Projekt.

Die Huber­buam sind Legenden des Klet­ter­sports. Aber hätten Sie gewusst, dass Alex­ander Huber, die eine Hälfte der beiden Berch­tes­ga­dener Berg­stei­ger­brüder, auch Klavier spielen kann? Zusammen mit dem Cellisten, Klet­terer und Kompo­nisten Burk­hard Maria Weber erklomm er luftige Höhen – um Musik zu machen!

Der Film „Concerto vertical“ doku­men­tiert ein reich­lich verrücktes Projekt: Sie lieben die Natur, sie lieben die Berge und sie lieben die Musik. Also schnappten Musiker Burk­hard Maria Weber und Extrem­berg­steiger Alex­ander Huber ihre Instru­mente – ein Cello und – ja! – einen Stutz­flügel und klet­terten mit ihnen auf einen male­ri­schen Felsen in der Südpfalz, Webers Heimat. Die rötlich schim­mernden Bunt­sand­stein­felsen dieser Region sind Lecker­bissen und Heraus­for­de­rung für jeden Klet­ter­sportler. Also: kurzer­hand den Flügel in Matratzen und karierte Kissen einge­mum­melt, sich selbst ans Seil gehängt und auf geht’s zum schwin­del­erre­genden Musik­erlebnis!

Alexander Huber und Burkhard Maria Weber musizieren auf dem  Heidenpfeiler
Alex­ander Huber und Burk­hard Maria Weber spielen Debussys „Clair de lune“

„Ein vertieftes Verständnis der eigenen Exis­tenz“

Zwischen Klet­tern und Musik entde­cken Weber und Huber viele paral­lelen prag­ma­ti­scher bis höchst poeti­scher Art: Große Projekte gibt es hier wie dort; die Griffe müssen sitzen – ob auf dem Fels oder den Tasten; jeder Berg ist wie eine Partitur, in die man sich bei seiner Erst­be­ge­hung vertieft; auf der Expe­di­tion bis zum Ziel lauern Abgründe und locken Höhen. Aber beson­ders und vor allem geht es um das Eintau­chen: Das Eintau­chen in die Natur oder Eintau­chen in die Musik, eine beson­dere Art der Erfül­lung, ein vertieftes Verständnis der eigenen Exis­tenz mit und durch die Natur, mit und durch die Musik.

Partitur des Felsens

Und irgend­wann sind sie oben. Der Blick öffnet sich über die noch von morgend­li­chem Nebel verhan­genen Wälder des Pfälzer Waldes bis in die Vogesen. Auf dem schmalen Fels­pla­teau finden Flügel und Cello gerade so Platz. Während ihnen der Wind durch Haare und Noten fegt, spielen Burk­hard Maria Weber und Alex­ander Huber Claude Debussys „Clair de lune“ in einer von Weber selbst arran­gierten Version. Ob da mal der ein oder andere Ton etwas knarzt ist völlig gleich­gültig – hier sind zwei Männer nach einer großen und inten­siven sport­li­chen Leis­tung völlig versunken in eine andere Welt, die Welt der Musik.

„Concerto vertical“, der Film von Marco Küster, wird coro­nabe­dingt erst 2021 in der Öffent­lich­keit präsen­tiert werden. 
Weitere Infor­ma­tionen: www​.speer​mann​-arts​.de

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