Pavarotti, Domingo & Carreras

Die drei Tenöre

von Ruth Renée Reif

15. Juli 2021

Die drei Tenöre – das sind Luciano Pavarotti, Plácido Domingo, José Carreras und ihr legendärer Auftritt 1990 in Rom.

Die drei Tenöre traten am 7. Juli 1990 zum ersten Mal auf. Anläss­lich der Fußball-Welt­meis­ter­schaft gaben , und ein gemein­sames Konzert in den römi­schen Cara­calla-Thermen. Am Pult des 200-köpfigen Orches­ters stand .

1990 Luciano Pava­rotti, Plácido Domingo und José Carreras singen in den Cara­calla-Thermen O sole mio von Eduardo Di Capua, und das Publikum erklatschte auch gleich ein Da-capo. Am Pult steht Zubin Mehta.

Sie sangen Arien aus Fran­cesco Cileas L’Arlesiana, Giacomo Meyer­beers L’africaine, Giuseppe Verdis I vespri sici­liani, Umberto Gior­danos Andrea Chénier, den Puccini-Opern Tosca und Turandot, aus der Zarzuela La Taber­nera del Puerto von Pablo Soro­zábal und aus Franz Lehárs Operette Das Land des Lächelns. Außerdem gab es Medleys aus Leonard Bern­steins West Side Story, Andrew Lloyd Webbers Cats sowie eine Reihe von Liedern wie O sole mio von Eduardo Di Capua und , Wien, nur du allein von dem Hofrat der Nieder­ös­ter­rei­chi­schen Landes­re­gie­rung Rudolf Siec­zynski.

Ein Mythos bis heute

6000 Besu­cher kamen in die Thermen, und rund eine Milli­arde Menschen verfolgte das Ereignis im Fern­sehen. Ein Album ihres Auftritts erschien unter dem Titel „In Concert“ und wurde zum meist­ver­kauften in der Geschichte der klas­si­schen Musik. Initi­iert hatte den Auftritt der italie­ni­sche Manager und Produ­zent Mario Dradi. Er schuf damit einen Mythos, der fort­wirkt bis heute. Denn die Strahl­kraft von Luciano Pava­rotti, Plácido Domingo und José Carreras wirkte weit über die Szene der klas­si­schen Musik hinaus.

Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras
Die drei Tenöre blicken zurück.
Foto: WDR / / Decca

Aufgrund des enormen Erfolges traten die drei Tenöre auch im Rahmen der drei weiteren Fußball-Welt­meis­ter­schaften 1994 in Los Angeles, 1998 in Paris und 2002 in Yoko­hama auf. Zudem begaben sie sich 1995 mit einem zwei­ein­halb Stunden Programm auf eine Welt­tournee durch Asien, Europa, und . Mit einem gigan­ti­schen Bühnen­aufbau, einer ausge­klü­gelten Licht­regie und einem speziell entwi­ckelten Sound­system, das bis in die letzten Reihen einen opti­malen Klang ermög­li­chen sollte, traten sie in Stadien auf. In bemühte sich der Veran­stalter sogar darum, dass der Flug­ver­kehrt während des Auftritts über dem Giant Stadium einge­stellt wurde. Ihren letzten gemein­samen Auftritt hatten die drei Tenöre am 10. Februar 2006 im Rahmen der Eröff­nung der Olym­pi­schen Winter­spiele in Turin. Im Jahr darauf starb Luciano Pava­rotti.

Die Aufnahmen des legen­dären Ereig­nisses sind nach wie vor erhält­lich

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