Camille Saint-Saëns

Camille Saint-Saëns, 1835 in Paris geboren und 1921 in Algier gestorben, galt als Wortführer und Wegbereiter der modernen französischen Sinfonik.

Saint-Saëns war ein Wunderkind und komponierte bereits im Kindesalter. Er studierte am Pariser Konservatorium und war ein Schüler von Jacques Fromental Halévy. Außerdem nahm er Privatunterricht bei Charles Gounod. 1853 wurde seine Erste Sinfonie uraufgeführt. Die Förderung durch Franz Liszt und Richard Wagner beeinflusste ihn sehr. Er gründete die Société nationale de musique, der u.a. César Franck, Georges Bizet und Edouard Lalo angehörten.

Tätig war er in allen Musikgattungen. Sein Werk ist immens und umfasst fünf Sinfonien, Sinfonische Dichtungen, Chor- und Vokalwerke sowie 16 Opern, darunter Samson et Dalida. Zudem war er Literat, Philosoph, Archäologe und Naturwissenschaftler. Doch als er in Algier starb war er nahezu vergessen. Großer Beliebtheit erfreut sich seine postum veröffentlichte parodistische Komposition Le Carnaval des animaux (Karneval der Tiere).